Pressespiegel

 

Solinger Morgenpost, 29. November 2011

Ohrwürmer zum Advent

Der Männerchor 1980 Solingen unternahm gemeinsam mit seinen vielen Gästen in der Kirche St. Suitbertus eine faszinierende Rundreise durch die Welt weihnachtlicher Musik

VON CYRILL STOLETZKY

Wenn Lichterglanz und Weihnachtsmarkt aufs Fest einstimmen, darf Musik nicht fehlen. Und so war pünktlich zum 1. Advent, die Katholische Kirche St. Suitbertus Weeg bis auf den letzten Platz besetzt. Und schon nach dem einleitenden Divertimento von Mozart, feinfühlig vorgetragen vom Solinger Streicher-Ensemble, war der magische Funke auf das Publikum übergesprungen. Riesenapplaus. Und dies war erst der Auftakt zu ei­ner besinnlichen Rundreise durch die Jahrhunderte, den der Männerchor 1980 Solingen gemeinsam mit dem Kirchenchor Cäcilia Weeg und zahlreichen Gasten unternahmen.

Männerchor 1980 Solingen

Die frohe Botschaft" - unter diesem Motto präsentierten beide Chöre unter Leitung von Chordirektor Ralf Leßenich (MC 1980) und Kantor Jochen Stein sowie unter Mitwirkung des von Yi-Yon Kulas-Scherf geleiteten Solinger Streicher-Ensembles, Julia Jahn (Sopran), Julia Nikolajczyk (Mezzosopran), Uwe Buchmann (Tenor), der Harfenistin Sonja Jahn und Simone Bönschen am Klavier ein Programm, das an Vielfalt seinesgleichen sucht. Zu hören war das Beste vom Besten aus dem Repertoire vorweihnachtlicher Klänge. 25 Stücke aus drei Jahrhunderten zauberten zwei Stunden lang Musik in das Gotteshaus.

"Hoch tut euch auf"

Mit Schwung und Kraft intonierten Streicher und MC 1980 Ophovens "Frohe Botschaft". Der Kirchenchor Cäcilia Weeg gab mit Stücken wie "Lasset erschallen die Posaunen" und „Hoch tut euch auf" beeindruckende Beispiele seines Könnens. Sopranistin Julia Jahn konnte das Publikum mit einer lyrischen Version von .Alma del core" begeistern, während Julia Nikolajczyks ausdrucksstarker Sopran dem Brahms-Lied "Guten Abend, gute Nacht" eine besonders tiefsinnige Note verlieh.

Mit meditativer Ruhe und Sinn für Klangschönheit gestalteten Sopran und Mezzosopran im Duett Franks "Panus Angelicus", und Sonja Jahn brachte an verschiedenen Stellen des Programms die Magie der Harfe zum Klingen. Bei dem legendären Ave Maria von Bach/ Gounod erwies sie sich als sensitive Partnerin des MC 1980. und mit einer virtuosen Harfenversion der ursprünglich für Klavier komponierten Arabesque von Debussy zauberte sie Klänge herbei, die aus einer anderen Welt zu sein schienen.

Last not least trat zum großen Finale Tenor Uwe Buchmann aus dem Kreise des Chores heraus: Mit .Jerusalem" für Tenor und Chor und dem anschließenden .Cantique de noel" für Tenor, Harfe, Streicher und Klavier hatte man ganz bewusst die schönsten sakralen Ohrwürmer an den Schluss gesetzt. So wirkungsvoll wie diese Kompositionen sind, macht es gar nichts, dass sie jedes Jahr auf den Weihnachtskonzertprogrammen stehen. Solingens Star-Tenor, der allen Anwesenden seinen Dank für das Gelingen des Abends aussprach, bestätigte seinen Ruf als begnadeter Lyriker in Tönen. Was will man mehr? Da gab es Riesenapplaus, die Zugabe war logisch, und ein herrliches "Macht hoch die Tür" entzündete vollends das vorweihnachtliche Herz. Ein rundum gelungener Abend.

 

Solinger Tageblatt, 29. November 2011

Stehende Ovationen in der Kirche Weeg

KONZERT Männerchor 1980 begeisterte mit seinen Solisten.
Von Martine Krause

Das Glockengeläut ist weithin zu hören. Kerzenlicht erhellt die Kirche. Als am Sonntagabend das Adventskonzert des Männerchors 1980 Solingen in der katholischen Kirche St. Suitbertus Weeg beginnt, werden die Besucher persönlich begrüßt.
Die freundlichen Schlipsträger sorgen nicht nur mit ihren eigenen musikalischen Darbietungen, sondern auch durch die von ihnen geladenen Musiker-Freunde für festliche Stimmung und Klangfreude.

Der gemischte Chor Cacilia Weeg ließ etwa mit „Dixit Maria" von Hans Leo Hassler Stimmen erklingen, die sich nacheinander wie Wellen in den vollbesetzten Raum ausbreiteten. Harfenistin Sonja Jahn, ihre Tochter und Sopranistin Claudia Jahn, Mezzo­Sopranistin Julia Nikolajczyk und Simone Bönschen am Klavier waren weit mehr als musikalisches Beiwerk. Sie begeisterten etwa mit Claude Debussys „Arabesque" oder „Guten Abend, gute Nacht" von Johannes Brahms: Abwechslungsreich, stimmig und begeisternd.

Männerchor 1980 Solingen

Auch dem fünfköpfigen Solinger Streicher-Ensemble unter der Leitung von Yi-Yon Kulas-Scherf begegneten die Zuhörer mit sichtlicher Freude und Anerkennung. Mit Mozarts „Divertimento in D" hatten sie das Konzert beschwingt eingeläutet, die Sänger des Männerchores fortan stets mit viel Gefühl begleitet.

Die beseelten Darbietungen des Chores ließen jedenfalls Gänsehaut erweckende Töne entstehen und bewegten spürbar die Zuhörer. Fast 30 Stücke wurden im Zusammenklang der Stimmfarben angestimmt, bevor es zum Ende hin zu „Bravo-Rufen" und stehenden Ovationen kam. „Macht hoch die Tür" hieß das Lied, das die Künstler und das Publikum gemeinsam und mit hörbarer Freude sangen und damit den Konzertabend beschlossen.

 

Solinger Morgenpost, 8. November 2011

Merscheider Sänger beendeten ihr Jubiläumsjahr

Der Merscheider Männergesangverein feierte in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Bei einem Konzert vor geladenen Gästen sang der Chor noch einmal seine Erfolge früherer Jahre.

VON WOLFGANG GÜNTHER

Andreas Stephan ist seit September 2011 Vorsitzender des Merscheider Männergesangvereins von 1861. Erst wenige Wochen vorher war er überhaupt wieder in den Chor eingetreten. „Ich hatte mir zwar eine Auszeit genommen, habe aber vorher schon lange in Chören gesungen", erzählt er im Gespräch. Da war auch für ihn das Konzert seiner Merscheider Sänger zum Abschluss des Jubiläumsjahrs eine Art Reiseführer durch die vielen ideen­reichen Konzerte und Auftritte, mit denen der Chor in den letzten Jahren sein Publikum erfreut hat.

Der Männerchor hatte seine Freunde und Sponsoren zu diesem Konzert unter dem Titel „So sind wir" eingeladen, „und niemand hat abgesagt", wusste der Vorsitzende. Einfühlsam begleitet von der Pianistin Nadia Bulatovic wurden noch einmal die Lieder erfolgreicher Konzerte gesungen. Das op­lente Fest am „Hofe des Fürsten zu Merscheid" mit Wein aus der Pfalz ist genau so wenig vergessen, wie der Abend im „Wilden Westen" und die vielen anderen Konzerte im evangelischen Gemeindesaal an der Mankhauser Straße.

Viele Anregungen kommen von dem sehr engagierten Chorleiter Ralf Leßenich, der auch diesmal wieder mit fein dosiertem Humor durch den Abend führte. In diesem Jahr waren die Sänger besonders stark eingespannt. „Die Männer haben wegen der vielen Aktivitäten sogar auf ihre traditionelle Chorreise verzichtet", berichtet Andreas Stephan. Im März hatte der Chor zu einer Feierstunde geladen, in der auch ein Wiedersehen mit früheren Chorleitern auf dem Programm stand. Am 28. Mai begeisterte der MGV Merscheid das Publikum mit einem Festkonzert, in dem die Mi­wirkung des singenden Fernsehstars Gunther Emmerlich und des Solinger Tenors Uwe Buchmann im Mittelpunkt stand. Die vielen Gäste an den langen Tischen ließen in den Konzertpausen die Erfolge des Chors noch einmal Revue passieren, es blieb noch lange lebhaft im Gemeindesaal.

 

Solinger Tageblatt, 10. Oktober 2011

MÄNNERGESANGVEREIN BURG
Ralf Leßenich ist neuer Chorleiter. Beim Familienfest werden die Frauen in den Mittelpunkt gestellt.

 

Über seinen neuen musikalischen Leiter Ralf Leßenich, Chordirektor FDB, freut sich der Männergesangverein Burg a. d. Wupper 1846. „Nach Anfrage hat Herr Leßenich sofort zugesagt, wofür wir sehr dankbar sind. Die ersten Proben waren für alle Beteiligten intensiv und sehr harmonisch. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und hoffen auf wertvolle neue Impulse“, so der 1. Vorsitzende Horst Schneider.

Am Samstag berichtete er bei dem traditionellen Familiennachmittag im Martinussälchen auf Schloss Burg aus dem Vereinsleben. „Bei unserem alljährlichen Nachmittag stehen unsere Frauen ganz im Mittelpunkt, denn ohne sie läuft im Verein nichts.“ So können sich die Sänger bei ihren Auftritten auf die tatkräftige Hilfe ihrer Frauen stets verlassen, sei es etwa auf der Sängerkirmes oder beim Adventssingen, das demnächst wieder am 1. Advent im Schloss stattfindet.

Ehrenmitglied für 50 Jahre Chorgesang

Besondere Aufmerksamkeit hatte aber auch der Sangesbruder Erich vom Dorff (Jahrgang 1937), der für 50-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt wurde. „1961 hat mich das Chormitglied Hermann Straßburger als 1. Tenor angeworben. Das Singen bereitet mir ganz viel Freude, und es ist einfach schön, darüber hinaus Gemeinschaft zu pflegen“, so vom Dorff, der auch im Solinger Theaterchor mitsingt. Automatisch ist er damit Ehrenmitglied neben Rudi Klein (65 Jahre Mitgliedschaft), Horst Schneider (63 Jahre) und Fritz Wessolek (52 Jahre). Zu schaffen macht dem Chor der fehlende Nachwuchs. Der Alterdurchschnitt liegt bei 68 Jahren, zurzeit sind 19 Mitglieder aktiv. „Durch Ausfälle und Krankheit ist unsere aktive Sängerschaft stark geschrumpft. Daher suchen wir dringend Nachwuchssänger und gestandene Sänger.“

Die Proben finden immer montags ab 18 Uhr in der alten Schule Oberburg im Martinussälchen der Katholischen Gemeinde auf Schloss Burg statt. Ansprechpartner: Horst Schneider ( 4 75 33) oder der Geschäftsführer Hans Günter Vohwinkel ( 4 76 43).

 

Solinger Tageblatt, 30. Mai 2011

 

Ausklang mit einem Melodien-Strauß

JUBILÄUM Merscheider Männergesangverein feierte 150-jähriges.

Sein stolzes 150-jähriges Jubiläum feierte der Merscheider Männergesangverein 1861 e.V. mit einem unvergesslichen Abend im dicht gefüllten Konzertsaal. „Dieser wunderbare Chor steht für Tradition und Ambition", so die TV- und Radiomoderatorin Uta Fußangel, die charmant durch das Konzert führte.
Genau dies bewies der MGV dann unter der bewährten Leitung von Ralf Leßenich in einem höchst abwechslungsreichen Programm. Andächtig und ausdrucksvoll trugen die über 60 Sänger - darunter auch der Männerchor 1980 Solingen - zu Beginn geistliche Lieder der Klassik und Romantik vor, einfühlsam begleitet von Rena Schlemper (Orgel) und Dr. Thomas Giebisch (Klavier). Sodann grüßte Gunther Emmerlich, Stargast aus Dresden, die „Sangesbrüder von Merscheid". In Liedern und Arien, begleitet von Klaus Bender am Klavier, beeindruckte der großartige Sänger mit voluminösem, kellertiefem Bass - viele Lacher erhielt er für humorige Anekdoten.

Frenetischer Applaus für die Ode an den Frieden " Jerusalem"

Wunderbar fanden sich schließlich Chor und Solist in einer Arie des Sarastro aus Mozarts „Zauberflöte" zusammen. Ein bezauberndes Intermezzo lieferten Schlemper (Orgel) und Giebisch (Flöte). Frenetischen Applaus gab es weiterhin für die Ode an den Frieden „Jerusalem", in der sich Uwe Buchmanns strahlender Tenor dem Chorklang herrlich hinzufügte. Im zweiten Teil schuf der Chor im abgedunkelten Saal Gänsehaut-Atmosphäre mit dem ergreifenden Lied „Die Rose", zu dem es Bilder auf Leinwand gab.
Als Sir John Falstaff gestaltete Emmerlich schließlich mit dem MGV eine köstliche Wirtshaus-Szene aus „Die lustigen Weiber von Windsor" - dem edlen Tropfen huldigte auch das Duett „Vivat Bacchus" (Mozart), von Buchmann und Emmerlich erfrischend dargeboten. Noch einmal wusste Buchmann tief zu berühren, so in dem „ganz speziell für Sie gesungenen" Lied „Dein ist mein ganzes Herz": Fantastisch!
Ein bunter Strauß an unterhaltsamen Melodien ließ den Abend großartig ausklingen. Glück für die nächsten 150 Jahre wünschte das Publikum mit begeisterten Beifallsstürmen, chb

 

Solinger Tageblatt, 04. April 2011

Wahren Ohrenschmaus

KONZERT Männerchor sucht Nachwuchssänger.

Wahren Ohrenschmaus bot der Männerchor 1980 Solingen e.V. unter dem Motto „Heimat, deine Sterne“ am Wochenende im Museum Baden. Den 190 Besuchern im ausverkauften Meistermann-Saal präsentierte der Chor ein frisches Erscheinungsbild: „Nach Sterbefällen und Weggängen haben wir sechs neue Mitglieder gewonnen“, so der Vorsitzende Uwe Buchmann.

Wie sich die Stimmen der Alt- und Neumitglieder unter der Leitung von Chordirektor FDB Ralf Leßenich wohlklingend mischten, war dann eindrucksvoll zu erleben - ferner bravouröse Soli des Baritons Wolfgang Krupp und des Tenors Uwe Buchmann sowie bereichernde Klänge des Westfälischen Hornquartetts und des Klavierbegleiters Dr. Thomas Giebisch.

Im ersten Teil unternahmen die „80er“ verträumte Streifzüge durch mondbeschienene Fluren und nächtliche Wälder in romantischen Stücken von Schubert, Mendelssohn Bartholdy und Schumann. Höhepunkt war der „Nachtgesang im Walde“ von Franz Schubert, bei dem den Sängern die zahlreichen Stimmungswechsel und das Zusammenwirken mit den Hornisten wunderbar gelangen.

Im zweiten Teil erfreuten dann herrlich nostalgische Evergreens

Ganz fabelhaft gerieten etwa der schwungvolle Ohrwurm „Ein Freund, ein guter Freund“, der zum Mitklatschen animierte, oder das schwelgerische „Heimat, deine Sterne“: Toll! Charmant sang außerdem Wolfgang Krupp vom Glück und der Liebe in Melodien von Werner Richard Heymann. Mit einem mitreißenden Potpourri von Otto Groll ließen alle Mitwirkenden den Abend ausklingen: Den begeisterten Applaus hatten sie sich verdient - und sicher auch Lust geweckt, als weiteres Mitglied hinzu zu stoßen. Die „80er“ proben donnerstags von 20 bis 22 Uhr im Haus Turnerbund in der Zietenstraße 25 . Kontakt: . 4 68 28. chb

 

Solinger Tageblatt, 07. März 2011

Beschwingt in die Karnevalstage

MUSIK IM KLINIKUM Der Männerchor 1980 sorgt für Heiterkeit.
 

Ein stimmungsvolles Konzert, gesponsert von den Solinger Soroptimisten, gab der Männerchor 1980 Solingen unter der Leitung von Chordirektor Ralf Lessenich am Karnevalssamstag in der Kapelle des Städtischen Klinikums. Den vielen Besuchern und Patienten der Reihe „Musik im Klinikum“ präsentierten die teils kostümierten Sänger einen schwungvollen Querschnitt aus ihrem 30-jährigen Repertoire.

Dabei ließ Uwe Buchmann in berührenden Soli seine strahlend schöne Tenorstimme erklingen, teils unterstützt vom fabelhaften zweiten Solisten Ralf Lessenich. Die exzellente Klavierbegleitung lieferte Rena Schlemper.

Heiterkeit löste zu Beginn das tragisch-komische Lied „Der Hahn von Onkel Giacometo“ aus, untermalt mit Hahnenschreien und lustigem Hennengegacker. Ergreifend sangen die Männer von den Facetten der Liebe in dem Stück „Die Rose“, dem sich ein verliebtes Ständchen aus der Oper „Der Bajazzo“ von Ruggiero Leoncavallo anschloss.

Bei den Spirituals schienen die Sänger himmelwärts zu klettern:
„Die folgenden drei Spirituals haben wir in dieser Fassung von einer Cornwall-Reise mitgebracht“, erzählte Gerhard Rosencrantz. Besonders beeindruckte das Stück „Jacob’s Ladder“, in dem die sich bis zum Fortissimo steigernden Sänger himmelwärts zu klettern schienen. Das mitreißende Lob der Frauen stimmten die Sänger dann mit „Ach, die Weiber“ aus „Die Lustige Witwe“ von Franz Lehár an. Schließlich weckten die Sänger mit dem Medley „Italienreise“ von Gerhard Winkler Sehnsucht nach dem sonnigen Süden.

Der „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal als Zugabe entließ die Zuhörer beschwingt in die Karnevalstage. chb

Das nächste Konzert mit den „80ern“ unter dem Motto „Heimat, deine Sterne...“ gibt es am 2. April, 19 Uhr, im Museum Baden. Karten: Haus Turnerbund: 4 68 28, und bei allen Chormitgliedern ( 20 72 64, 59 31 77, 4 61 84).

 

Solinger Morgenpost, 25. Oktober 2010

Musikalische Referenz an einen beliebten Chorleiter

Solingen (RP) Ralf Leßenich blickt auf 20 Jahre Tätigkeit als Chorleiter zurück. Ein Grund für seine Chöre, ihm mit einem opulenten Konzert unter dem Titel "Des Gesanges Herzensgabe" ein besonderes Geschenk zu machen.

(wgü) Leßenich ist ein Sohn der Klingenstadt, bereits in ganz jungen Jahren fand er Freude an der Musik und blieb ihr bis heute verbunden. Seine kräftige Tenorstimme ließ er ausbilden, mit 18 Jahren begann er dazu eine Fortbildung zum Chorleiter, heute leitet er


Foto: Martin Kempner

den Merscheider Männergesangverein und den Männerchor 1980 Solingen. Nun war es nicht so, dass sich Ralf Leßenich beim Jubiläumskonzert gemütlich zurücklehnen konnte, er sang, dirigierte, scherzte, moderierte und hatte die ihm gebührende Hauptrolle im langen und sehr vielseitigen Konzert. Auf einen Stargast hatten die Chöre verzichtet, und das war sehr gut. So konnten die Besucher in der ausverkauften Festhalle Ohligs wieder hautnah erleben, wie üppig musikalisches Talent in der Klingenstadt vorhanden ist. Das gilt natürlich für die beiden Chöre, die einzeln und – besonders beeindruckend – auch gemeinsam sangen. Aber auch die Solisten haben in Solingen ihre Karriere begonnen. Uwe Buchmann hat inzwischen den Titel "Tenor vom Bergischen Land" mehr als verdient; der Bariton Wolfgang Krupp feierte bereits große Erfolge in Musicals. Beide Solisten unterstützen auch weiter selbstlos ihre Chöre.

Zuverlässig von der Pianistin Nadja Bulatovic begleitet, erklangen im ersten Teil Lieder der Klassik, danach führte die musikalische Reise zum Wein und mit der Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy auch in eine türkische Schenke. Diese Lieder machten natürlich auch die Zuhörer durstig, für das leibliche Wohl sorgte das flinke Team vom Haus Turnerbund.

Ralf Leßenich war überall, er leitete auch das Ensemble "De Kallbacken" bei seinem humorvollen Auftritt, und begeisterte das Publikum mit dem selbst verfassten Singspiel "Italienreise", bei dem im Rahmen einer persiflierten Chorreise von allen Mitwirkenden die schönsten Lieder aus dem sonnigen Süden erklangen. Aber damit noch nicht genug, nach einer weiteren Catering-Pause sangen Solisten und Chöre bekannte Melodien der klassischen Operette. Der ausgiebige Beifall steigerte sich am Ende in einen nicht endenden Jubelsturm, der sich von allen Mitwirkenden nur mit Zugaben wieder besänftigen ließ.


Solinger Tageblatt, 25. Oktober 2010

„Wir können uns keinen besseren Chorleiter denken“

JUBILÄUM Mit viel Witz und viel Lob konnte Ralf Leßenich feiern.

 

Von Christoph Bingel

Seit 20 Jahren ist Ralf Leßenich in Solingen als Chorleiter tätig. Aus diesem Anlass veranstaltete der Merscheider Männergesangverein 1861 am Samstag ein mitreißendes Jubiläumskonzert unter dem Motto „Des Gesanges Herzensgabe“ in der Festhalle Ohligs.


Foto: Christian Beier

Unter Leßenichs Leitung boten „die Merscheider“, der Männerchor 1980 Solingen und das Gesang- und Mundartensemble „De Kallbacken“ dem riesigen Publikum ein großartiges Liederprogramm. Für musikalischen Glanz sorgten zudem Uwe Buchmann (Tenor), Wolfgang Krupp (Bariton), Nadja Bulatovic (Klavier).

Stehende Ovationen für die Sänger

„Das Motto des Abends verkörpern nur wenige so wie Ralf Leßenich. In jeder Probe gelingt es ihm, uns selbst schwierigste Passagen zu vermitteln. Er ist einer von uns, und deshalb können wir uns keinen besseren Chorleiter denken“, stellte Stefan Wassermann, 1. Vorsitzender der Merscheider, den Jubilar vor. Im festlich geschmückten Saal durften die Gäste, die an Tischen vom Team des Hauses Turnerbund bewirtet wurden, dann in wunderbarer Atmosphäre große Sangeskunst genießen. Mit sanften Klängen der Romantik stimmten die Chöre das Publikum ein. Einen besonderen Reiz erhielt „Das Echolied“ von O. di Lasso, indem sich durch die einander gegenüber postierten Chöre eine musikalische Echowirkung ergab. Ausgelassene Stimmung weckten die Sänger dann in kraftvoll vorgetragenen Trinkliedern.

Viele Lacher ernteten anschließend „De Kallbacken“ mit dem „Kriminaltango“, bei dem Wolfgang Krupp als Herr mit Kneifer nach einem „Schuss“ zu Boden fiel und Uwe Buchmann mit einer hölzernen Dame ein Tänzchen wagte. Zudem amüsierten die Sänger mit ihrer eigenen Fassung von „When I’m 64“ der Wise Guys, wobei Solist Julian Kerp (13), aktives Mitglied in dritter Generation, besonderen Applaus erhielt.

Dass sie sich selbst gehörig auf die Schippe nehmen können, bewiesen die Männer in dem Singspiel „Italienreise“ - eine herrliche Parodie auf eine Männerchor-Probe. Italienische Leidenschaft entfachten Uwe Buchmann, Wolfgang Krupp und Ralf Leßenich als „Stocki“, „Wolle“ und „Luigi“ in fantastischen Solostücken wie „O sole mio”, „Torna a Surriento” und „Bionda bella bionda“, wobei zum Vergnügen der Zuhörer auf der Bühne demonstrativ Taschentücher gezückt wurden. Gänsehaut riefen Chor und Solisten schließlich mit dem Hit „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ hervor. Nach dem Schlussteil, in dem unter anderem die mitreißende Operettenmelodie „Ach, die Weiber“ von Lehár erklang, kannte die Begeisterung des Publikums keine Grenzen: Stehende Ovationen!

„Nicht nur für das erfüllende Konzert, sondern auch für 20 Jahre erfolgreiche Chorleitertätigkeit möchte ich herzlich danken“, so Oberbürgermeister Norbert Feith beim anschließenden Afterglow im Foyer. „Ich bin ein Glückspilz, dass ich Ralf Leßenichs musikalische Entwicklung von früh an begleiten durfte“, gratulierte Manfred Brenner für die Kreis-Sängervereinigung.

 

Solinger Morgenpost, 04. Mai 2010

Stolz auf die Erfolge

Der Männerchor 1980 ist mit 30 Jahren noch eines der jungen Ensembles im reichen Chorangebot der Klingenstadt. Am Sonntag feierten die "80er" ihren Geburtstag im Theater und Konzerthaus.

(von Wolfgang Günther) In der Stadt der traditionsreichen Männerchöre gehört ein Chor im Alter von 30 Jahren noch zu den Jungspunden. Für den Männerchor 1980 ist aber das 30-jährige Bestehen durchaus ein Grund zum Feiern, denn der Beginn war nicht einfach, man gab der jungen Truppe wenig Chancen, um zu überleben. Gefeiert wurde mit einer großen Jubiläums-Gala im so gut wie ausverkauften Konzertsaal.
Geboten wurde eine ausgewogene Mischung mit Musik und Gesang aus Oper und Operette, im Mittelpunkt stand der Chorgesang der "80er", deutlich verstärkt von Sängern des Merscheider Männergesangvereins und ihren Gästen, dem Frauenchor Singekreis Elz unter der Leitung von Waltraud Jung. Der Chor ist in der glücklichen Lage, die Solisten weitestgehend aus den eigenen Reihen aufbieten zu können.

Solisten aus den eigenen Reihen
Das gilt für den bekannten "Tenor des Bergischen Landes", Uwe Buchmann, der vor 22 Jahren in den Chor eintrat und seit kurzem auch dort als Vorsitzender amtiert. Der Bariton Wolfgang Krupp ist ebenfalls seinem Chor treu geblieben, obwohl er ein gefragter Solist ist. Ebenso war Kerstin Steiner wieder dabei, ihre Sopranstimme ist schon in vielen Konzerten mit den "80ern" und Uwe Buchmann erklungen. Opulent begleitet wurden die Chöre und das Trio der Solisten vom Salonorchester der Düsseldorfer Operette sowie dem Pianisten Dr. Thomas Giebisch. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Chorleiter Ralf Leßenich, der alles bestens im Griff hatte.
Uwe Buchmann konnte mit dem Lied "Granada" glänzen, dem Paradestück aller Tenöre, obwohl er hier gegen die robuste Lautstärke des Orchesters ansingen musste. Wolfgang Krupp interpretierte hinreißend den aufgeregten Bürgermeister Nasoni, der vergebens den Räuber "Gasparone" zu erhaschen sucht.
Im großen Finale des ersten Teils erklangen in mitreißender Champagnerstimmung Melodien aus der "Fledermaus", der klassischen Operette von Johann Strauß. Bevor es nach der Pause mit Höhepunkten der Operette weiter ging, gab der Männerchor im abgedunkleten Saal eine kurze, aber durchaus beeindruckende Kostprobe seines klassischen Repertoires.

Zwei neue Ehrenmitglieder
30 Jahre hat Gerhard Rosencrantz die Geschicke des Chores als Vorsitzender geleitet. Uwe Buchmann ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden, Horst Balken für 30jährige Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied, bevor er mit einem weiteren Tenorklassiker "Freunde, das Leben ist lebenswert" in dem dreieinhalbstündigen Konzert einen weiteren Höhepunkt setze und alle Mitwirkenden sich zu einer musikalischen Italienreise vereinten.

 

Solinger Morgenpost, 13. Oktober 2009

Unter Goldgräbern und Westernhelden


(von Wolfgang Günther) Seit einigen Jahren stellt der Merscheider Männergesangverein seine Konzerte unter ein Motto. Er sang bereits für den Merscheider Fürsten, servierte Apfelwein im „Blauen Bock" und nahm das Publikum im Gemeindesaal an der Mankhauser Straße mit an die Waterkant. Diesmal war Amerika das Thema, die Vereinigten Staaten zu Zeiten des Aufbruchs in den Westen. Dazu gibt es Experten in Solingen, den Westernclub „Rocky Mountains", und der war mit seiner Square Dance-Gruppe auch kongenialer Partner für den Abend im Wilden Westen.
Der Club hat sein Vereinsheim in Pilghausen, von „Pilges Valley" brachten sie auch viele Kostüme für die Sänger und Dekorationen für den Saal mit. Gemeinsam mit Iris Leßenich  verwandelten sie mit schönen Girlanden und Rosetten den nüchternen Gemeindesaal in einen Western-Saloon. Ein weiterer 1 Baustein für die entsprechende Atmosphäre waren die Auftritte von ' Detlev Möhring als „Schräger Deffe", der Pianist machte mit seiner Musik am verstimmten Klavier das Bild eines Saloons perfekt.
Chorleiter Ralf Leßenich ist auch der Dirigent des Männerchors 1980, so ging ein Raunen durch das Publikum, als die Merscheider, verstärkt durch viele „Leihsänger" zur passenden Filmmusik in den Saal einzogen. Sechs Monate wurde geprobt, das gewohnte Repertoire durch Spirituals und Westernlieder erweitert. Chormitglied Paul Heinrichs wurde bei den Liedern über den Fluss Mississippi begeistert gefeiert für sein Solo mit dem ergreifenden Song „Old Man River" von Jerome Kern.

Es blieb friedlich im Salon
Auch zu den Tänzen des Westernclubs griff der Saloon-Pianist in die schrägen Tasten, der Chor wurde präzise von Maria Blank begleitet. Alles soll bei den Konzerten so authentisch wie möglich sein, darauf legt Ralf Leßenich großen Wert, so waren auch die Getränke servierenden Damen passend gekleidet, selbst Plakat und Eintrittskarte bildeten „Uncle Sam" ab. Ein Medley bekannter Lieder wie „Darling Clementine" und „Yellow Texas Rose" bildete den Auftakt zum zweiten Konzertteil. Im Gegensatz zur Geschichte des Wilden Westens blieb es aber bei der friedlichen Begeisterung über Musik und Tanz im Merscheider Saloon, über Auseinandersetzungen oder gar Schlägereien ist nichts zu berichten.

 

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Solinger Morgenpost, 14. September 2009

Sommerkonzert der romantischen Art

 

(von Wolfgang Günther) Wer den beliebten Solinger Tenor Uwe Buchmann in den letzten Monaten hören wollte, der musste schon auf Reisen gehen, denn dieser hat sich in seiner Heimatstadt etwas rar gemacht. Kein Wunder, dass sein Auftritt bei den "80ern" für einen ausverkauften Saal im Helga-Leister-Haus sorgte.
Für stimmlichen Glanz standen nicht nur der Männerchor und der Tenor Garant, sondern auch der Singekreis Elz - ein Frauenchor, der schon seit seiner Gründung 1967 unter der Leitung von Waltraud Jung steht. Sie war auch brillante Begleiterin der Chöre und des Solisten am Flügel.
Der Männerchor gestaltete vor einer schönen bergischen Kulisse den Auftakt des begeisternden Konzerts, Vorsitzender Gerhard Rosencrantz hatte zu Beginn um Verständnis gebeten, "wir sind nicht komplett, einige Sänger sind noch in Urlaub."

Ausgewogener Klang
Die Tenöre waren aber wohl alle da, denn dem Chorleiter Ralf Leßenich fiel es nicht schwer, seine 18 Sänger zu einem sehr ausgewogenen Klang zu animieren. Der Frauenchor war mit 35 Sängerinnen angereist und konnte für seine Anteile am Konzert viel Beifall verbuchen. Und mittendrin Uwe Buchmann, mal als bescheidenes Chormitglied und oft als hinreißender Solist. Seine Stimme ist noch reifer geworden, er kann sich deutlich auf sein stimmliches Fundament verlassen, und auch um die stabilen tenoralen Höhen muss sich der Zuhörer nicht sorgen.
Mit "Be my Love" brachte Buchmann eine Hommage an den unvergessenen Filmtenor Mario Lanza. Das Konzert erfreute mit einem sehr vielseitigem Programm, Musik von der Romantik über die Operette bis zum Musical. Höhepunkt war ohne Zweifel der Abschluss mit beiden Chören, dem Solisten und einem Melodienreigen aus der Operette "Der Vogelhändler" von Carl Zeller.
Uwe Buchmann hat die Rolle des Tiroler Vogelhändlers Adam schon auf der Bühne interpretiert, so konnte er stimmlich und darstellerisch glänzen. Einfach umwerfend sein Duett mit Chorleiter und Tenorkollege Ralf Leßenich als korruptes Professorenpaar. Der Jubel nahm kein Ende; beide Chöre sowie der Solist mussten jedenfalls einige Zugaben darbieten, ehe sich das absolut begeisterte Publikum beruhigt hatte.

 

Solinger Morgenpost, 05. Mai 2009

Ganz auf Filmmusik eingestellt

 

(von Sandra Heinzelberger) Man fühlte sich ein bisschen zurückversetzt ins Berlin der 20er und 30er Jahre. Mit langem schwarzen Kleid, Handschuhen und einem Hut mit kurzem Schleier verkörperte Kristina Linden nicht nur äusserlich die berühmte Zarah Leander. Mit ihrem charismatischen Auftritten und ihrer außergewöhnlichen Stimme ließ die Kölner Sängerin die schwedische Diva im Saal der Freien Evangelischen Gemeinde an der Oststraße regelrecht auferstehen.
Hierhin hatte der Männerchor 1980 Solingen nämlich zu seinem alljährlichen Solistenkonzert eingeladen. Unter dem Titel "Irgendwo auf der Welt..." präsentierten Chor und Solisten die Musik beliebter Kinofilme.
Ganz aktuell startete der Männerchor 1980 mit "Can you feel the love tonight" aus dem Disney-Film "König der Löwen" in den Abend. Harmonisch das Solo, gesungen von Chorleiter Ralf Leßenich, der gleichzeitig noch den Chor dirigierte. "Probier's mal mit Gemütlichkeit" sangen die 80er in ihrem Medley aus dem Dschungelbuch zu. Natürlich durfte auch das Stück "Irgendwo auf der Welt" aus dem 30er Jahre Film "Ein blonder Traum" nicht fehlen und auch die Ohrwürmer "Ein Freund, ein guter Freund" oder "Ich hab' dein Knie geseh' n". Schwungvoll und mit viel Freude unternahm der Männerchor 1980 mit einem Querschnitt aus "My Fair Lady" auch einen Ausflug in die Welt das Musicals.
Unterstützt wurden die Chorsänger dabei von Wolfgang Krupp. Der Bariton bedauerte mit viel Witz den "Muttersprachenmord" und fragte auch den anwesenden Oberbürgermeister Haug "Kann eine Frau nicht sein, wie ein Mann?". Spritzig und mit viel Esprit vorgetragen, nahm Wolfgang Krupp mit "Die Panne mit der Susanne" oder "Ich wollt', ich wär ein Huhn" das Publikum sofort gefangen. Charmant und mit ungeheurer Bühnenpräsenz brachte Krupp die Zuschauer immer wieder zum Lachen und setzte stimmungsvolle Höhepunkte.

Mit samtiger Stimme
"Nur nicht aus Liebe weinen" dagegen empfahl Kristina Linden. Mit ihrer samtigen Stimme - gefühlvoll und doch energiegeladen - interpretierte sie die bekannten Leander-Lieder "Kann denn Liebe Sünde sein" oder auch "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh' n". Begleitet wurde sie von Thomas Guthoff am Klavier, der die Lieder auch selbst bearbeitet hat. Fröhlich ging es dann bei "Er heißt Waldemar" zu, das Kristina Linden und die 80er gemeinsam mit viel Freude präsentierten.
So nahmen der Männerchor 1980 Solingen und die beiden herausragenden Solisten die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Filmmusik. Das Publikum bedankte sich dafür mit begeistertem Applaus und erklatschte sich fünf Zugaben.

Solinger Morgenpost vom 07. April 2009

Kosaken aus Merscheid und Rebläuse aus Hübben

 

(wgü) Aus allen Hofschaften strebten die Besucher in den schnell ausverkauften Saal der Evangelischen Kirchengemeinde in Mankhausen zum Konzert des Merscheider Männergesangvereins. Kein Wunder, war doch die Liste der mitwirkenden Solisten und Chöre lang. Dass es sich hier ausschließlich um die Mitglieder des Chores handelte, die sich in viele Ensembles und Solisten aufteilten, das erregte zunehmend Bewunderung im Saal.
Das Motto "Fröhlich eingeschenkt" erinnerte an die legendäre TV-Sendung "Im Blauen Bock" mit Wirtin Lia Wöhr und Kellner Heinz Schenk, auf den Tischen stand natürlich Äppelwoi. Iris Leßenich hatte mit vielen hilfreichen Händen aus dem nüchternen Saal eine gemütliche Hofschaft gezaubert, nach dem Auftaktlied "Im Fürstentum, beim MGV, da lass dich ruhig nieder" gastierte der "Merscheider Staatsopernchor". Das war der erste Leistungsbeweis des Männerchors, denn der Strauß-Walzer "An der schönen blauen Donau" fordert fein abgestimmte Sangeskunst. Schnell umgezogen, begeisterte auch der Auftritt des "Dahlerfelder Bergsteigerchors" in passendem Outfit und die "Merscheider Hofsänger" machten ihrem Fürsten alle Ehre.
Über die gastierenden Solisten war das Publikum hellauf begeistert. Iris Leßenich löste mit einem kongenial interpretierten Lied der unvergessenen Alexandra Gänsehaut aus, Rainer Hellmann sang Lieder von Freddy Quinn, und Andreas Stephan hatte mit den "Babysitter Boogie" die Lacher auf seiner Seite. Der Vorsitzende Stefan Wassermann holte mit Perücke und Brille Heino aus der Versenkung, und sogar Peter Alexander kam zu seinem Auftritt. Abseits aller Parodien waren die Lieder der "Kallbacken". Die Herren singen sonst in Mundart, diesmal kamen die 12 Sänger als Kosakenchor daher und stellten mit ihrem authentischen Gesang manchen echten Kosakenchor in den Schatten.
Solch ein Konzert ist nicht möglich ohne einen einfallsreichen Chorleiter. Ralf Leßenich hatte mit seinen Sängern nicht nur dieses umfangreiche Repertoire erarbeitet, er moderierte auch humorvoll. Dazu verstärkt er mit seiner Tenorstimme auch die vielen Ensembles, denn im Laufe des kurzweiligen Abends erschien noch das "Belcanto-Quartett", und die "Hübbener Rebläuse" hatten noch ihren Äppelwoi-seligen Auftritt.

 

Solinger Morgenpost vom 13. Dezember 2008

Gäste aus Russland beim Männerchor 1980

(wgü) Unter den vielen Kosakenchören ragt der Chor der Ural Kosaken durch lange Tradition heraus. Er hat in 80 Jahren Musikgeschichte geschrieben, Höhen und Tiefen erlebt. In der Stadtkirche am Fronhof stellte sich das Ensemble mit neun Sängern vor, die genau den Erwartungen entsprachen, die das zahlreiche Publikum wohl an einem solchen Chor hat. Tiefe, orgelnde Bässe und helle Tenorstimmen vereinigen sich zu einem Ensemble mit großem Volumen.

Zuerst zeigte der gastgebende Männerchor 1980 Solingen e. V. mit seinem Chorleiter Ralf Leßenich, auf welch hohem Niveau der Männerchorgesang in Solingen steht. Fein abgestufter Gesang, ausdrucksstark interpretiert (Eichendorffs Mondnacht) und in allen Stimmen gut besetzt - so singt einer der führenden Männerchöre der Klingenstadt!

Die Ural Kosaken setzten da erst einmal einen kräftigen Kontrast gegen, aber natürlich können auch diese Berufssänger ein elegantes Piano singen. Der erste Teil des Konzerts war den andächtigen Gesängen der russisch-orthodoxen Liturgie gewidmet, ihren Gebeten und Fürbitten. Nun sind diese geistlichen Werke nicht immer sehr melodienreich, das weiß der Kosakenchor und lockert den geistlichen Gesang mit Folklore auf, hat er doch unter seinen Sängern zwei brillante Instrumentalvirtuosen an der Geige und am Akkordeon.

Auch der zweite Teil des Konzertes wurde vom Männerchor 1980, diesmal mit Spirituals, eröffnet. Danach erfreuten die Ural Kosaken mit einer mitreißenden Hitparade der Folklore aus Russland und der Ukraine, sogar bis Ungarn führten die schönen Melodien. Natürlich sind die "Abendglocken" im Repertoire des Kosakenchores, auch das "Einsame Glöckchen" besingt ein Tenor im hohen Falsett.
Als am Ende beide Chöre sangen, löste sich die Begeisterung in einer stehenden Ovationen auf. Und ohne den Ohrwurm "Kalinka" hätte das Publikum die Kirche sicher nicht verlassen.

Solinger Morgenpost vom 21. Oktober 2008

Leinen los für die Merscheider Sänger


(wgü) Heutzutage wird ein Chor nur Erfolg haben, wenn er sich für seine Auftritte etwas Besonderes einfallen lässt. Der Merscheider Männergesangverein hat das schon länger erkannt, bereits im vorigen Jahr lud der Chor sein Publikum zu einem Weinfest mit Gesang ein. In ihrem aktuellen Konzert nahmen die Merscheider das Publikum mit an die Waterkant. Der von Iris Leßenich liebevoll dekorierte Saal der Kirchengemeinde an der Mankhauser Straße war so gut wie ausverkauft, als Steuermann Stefan Wassermann die Gäste begrüßte. Gleich darauf übernahm Kapitän Ralf Leßenich das Kommando. Es gibt unter den Merscheider Sängern keine Leichtmatrosen, alle Stimmen sind gleichwertig besetzt. besonders erfreuten die couragierten Tenöre, auf die der Chor stolz sein kann. Die Bordcrew war unermüdlich um die Gäste besorgt. Es gab Bier aus dem hohen Norden, Rollmöpse reichlich und gratis. Bei den bekannten Seemannsliedern sang und schunkelte das Publikum bereitwillig mit, aber es erklangen nicht nur Shantys. Der Chor hatte speziell ein Programm mit Liedern über die Sehnsucht nach der Ferne einstudiert. Da ertönte von Rod Steward .Sailing" und beim Evergreen "Ein Lied geht um die Welt" war das Publikum mucksmäuschenstill.

Nicht mit Gold zu bezahlen
"Der Ralf ist noch nicht mit Gold zu bezahlen". sagte ein Sänger über den Chorleiter, Ralf Leßenich war gleich in mehreren Funktionen zu erleben. Als Moderator plauderte er kurzweilig, als Tenor bestritt er auch gesanglich einen großen Teil des Konzertes. Solistisch wandelte Leßenich auf den Spuren von Hans Albers, besonders das stimmungsvolle Lied "Good bye Jonny" löste Gänsehaut aus, umso größer war der Jubel am Ende. Bootsmann Rainer Hellmann ist ein Fan von Freddy Quinn, er sang "Heimweh nach St. Pauli". Kein Shantykonzert ohne Schifferklavier. Heinz Köppchen bekam für sein Solo viel Applaus. Maria Blank war leider kein Solo vergönnt, dafür war die Pianistin aber den gesamten Abend eine zuverlässige Begleiterin für Chor und Solisten.

 

Solinger Tageblatt vom 20. Oktober 2008

Stimmung mit Shanty-Reise

Wir befinden uns auf der „MS Gloria et honor pro regulus Merscheid" (Ruhm und Ehre dem Fürsten von Merscheid). So hat der Männergesangverein Merscheid das prachtvolle, wimpelgeschmückte Schiff getauft, in das Iris Leßenich den ausverkauften Gemeindesaal Mankhauser Straße am Samstagabend verwandelt hatte. Vom ersten Lied an nahm ihr Mann Ralf Leßenich den Chor und die Besucher dieses Jahr mit auf eine abenteuerliche Reise in die Welt der Shanty-Stücke, in der auch mal eine gute Portion Seemansgarn gesponnen werden durfte. Bei Rollmops und nordischem Bier stießen Gäste wie Sänger musikalisch auf die Reeperbahn, die Nordseewellen und „Biscaya“ an, das Akkordeon-Solist Heinz Köppchen vorstellte. Währenddessen verwandelte sich Dirigent Leßenich vom Seeräuber zurück in den Kapitän der an diesem Abend 34-köpfigen Mannschaft, um Debüt-Solist Rainer Hellmann das „Heimweh nach St. Pauli“ anstimmen zu lassen. Zuvor hatte er selbst bereits mit seiner klaren Tenorstimme unter anderem „La Paloma“ besungen. Unter erstmaliger Klavier-Begleitung von Maria Blank ließen sich die Freunde des Merscheider Chores dann immer wieder zum Mitsingen und -schunkeln hinreißen. So taten selbst kleine technische Pannen der guten Stimmung keinen Abbruch. Nach rund zwei Stunden vollem Programm sorgte schließlich das noch intensiver als zu Beginn intonierte „Sailing“ für Zugabenrufe, die die Sänger mehr als einmal beantworteten.


Solinger Morgenpost vom 14. Oktober 2008

Gesungene Mundart begeisterte
Von Wolfgang Günther


Der Saal im Bergischen Hof war bis auf den letzten Platz besetzt als „De Kallbacken“ in Schleifertracht die hübsch geschmückte Bühne betraten. Die 14 Sänger haben ihre Heimat im Merscheider Männergesangverein, seit den 1970er Jahren treten sie auch als Gruppe auf, die sich der Pflege der Solinger Mundart verschrieben hat. Dabei erklingen Lieder, deren Grundlage Texte bekannter Heimatdichter wie Heinz Weyersberg, Karl Ernst und Willi. P. Wegener sind. Aber auch Friedrich Eugen Engels, der Tenor des Bergischen Landes hat mit dem „Schlieperschjong“ einen Liedtext über die Arbeit in seiner Heimat verfasst, der von Karl Kemper vertont wurde.
Seit fünf Jahren leitet Ralf Leßenich die musikalischen Geschicke des Chors. Er hat mit seinen Sängern ein begeisterndes Repertoire erarbeitet, dazu weiß er humorvoll zu moderieren. Beim Konzert im Bergischen Hof erklangen häufig, mit Begleitung von Heinz Köppchen am Akkordeon, nicht nur die wehmütigen und oft verklärenden Loblieder auf vergangene Zeiten, es ging auch lustig zu. Zum Beispiel, als Manfred Kerp von seinem stetigen „Malheur“ sang. Die Lieder wechselten sich kurzweilig mit Wortbeiträgen ab. Mit dem Lied „De geplogten Ihemänner“ verhielten sich die Merscheider zwar nicht ganz so politisch korrekt, dafür waren die Pointen umso witziger.

Große Lacherfolge
Otto Rüttgers und Alfred Hamels sind seit der Gründung bei den „Kallbacken“, was auf Hochdeutsch soviel wie „Schwätzer“ bedeutet. Rüttgers, ein Merscheider Urgestein, erntete mit einem Wortvortrag über seinen Kampf mit einer Fliege wahre Lachstürme. Mit dem Auftritt des Belcanto-Quartett nahmen die Sänger sich selbst auf die Schippe, auch hier kam das Publikum aus dem Gelächter nicht mehr heraus wie schon zuvor beim Trio talentloser Handwerker.
Nach einer langen Pause kamen die Sänger in anderem Outfit zurück. Sie hatten zwar den Kotten mit dem Loblied auf den Lochbach, aber nicht ihre Merscheider Heimat verlassen. Und weil der Solinger zwar heimatverbunden aber auch Kosmopolit ist, ging die musikalische Reise nach Irland und Russland.
Danach wanderten die Sänger „Öwer siewen Bröcken“ und kamen so wieder nach Solingen zurück.
„Teheim es teheim“ hieß es in einem der Lieder am Abend, und dem konnten die begeisterten Zuhörer sicher nach diesen Darbietungen beipflichten.

Solinger Morgenpost vom 01. Juli 2008

Chorgesang für Stan und Olli


(bgl) Uwe Buchmann ist ein großer Fan der Filme von Stan Laurel und Oliver Hardy. Deshalb ist der Solinger Tenor auch regelmäßiger Gast im Laurel & Hardy Museum an der Locher Straße. "Und ich kenne den Uwe Buchmann auch schon ziemlich lange, da ich häufig seine Konzerte besuche", sagt Museumsleiter Wolfgang Günther. Schnell waren sich die beiden einig, gemeinsam mit dem Männerchor 1980 Solingen ein Benefizkonzert zu organisieren. Am Sonntag wurde der Vorplatz des Museums zur Bühne des Chores.
Zahlreiche Neugierige fanden sich ein, um dem reichhaltigen musikalischen Repertoire des Chors zu lauschen. "Auf diese Weise wollen wir natürlich das Museum finanziell unterstützen. Aber auch der Chor hat was davon, denn ein Auftritt ist für die Herren sicherlich sehr viel nützlicher, als nur zu proben", freut sich Günther. Unter der Leitung von Ralf Leßenich gaben die 80er ein buntes Potpopurri an Volks- und Unterhaltungsliedern zum Besten. Besonders wusste Uwe Buchmann zu begeistern, dessen Soloeinlage Soloeinlage zu lautstarkem Applaus verleitete. Sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache trugen die Männer in zwei jeweils halbstündigen Blöcken die Stücke auf. Zwar war der Eintritt frei, doch freute sich Wolfgang Günther über Spenden.
Auch für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt, denn belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen standen zum Sommerkonzert der 80er bereit. Im Anschluss an das Benefizkonzert waren die Besucher aufgefordert, sich im Museum umzuschauen . Zudem wurden einige der beliebten "Dick und Doof"-Filme gezeigt. Zwar war der Auftritt des Männerchor 1980 Solingen das erste Benefizkonzert zu Gunsten des Laurel & Hardy Museums, doch wenn es nach Wolfgang Günther geht, dann soll es nicht das letzte sein: "Wir können uns selbstverständlich vorstellen, das auch andere Solinger Chöre sich mit so einer Aktion hier bei uns engagieren", hofft der Museumsbetreiber auf auf weitere Unterstützung.


Ralf Leßenich, Uwe Buchmann und Wolfgang Krupp
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Solinger Morgenpost vom 05. März 2008

80-er begeisterten im Konzertsaal


S
olingen (RP)

Im ausverkauften Konzertsaal präsentierte der Männerchor 1980 Solingen sein Opern- und Operettenkonzert. Für den stimmlichen Glanz sorgten die junge Sopranistin Kerstin Hegner, der Tenor Uwe Buchmann sowie der Bariton Wolfgang Krupp. Begleitet vom Düsseldorfer Salonorchester und dem einfühlsamen Thomas Giebisch am Flügel, boten Chor und Solisten ein Programm, das dem Titel „Faszination Klassik“ alle Ehre machte.
Chorleiter Ralf Lessenich meisterte die große Herausforderung mit Bravour und führte Chor, Orchester und Solisten souverän durch das Programm. Die „80er“ beeindruckten gleich zu Beginn mit den italienisch vorgetragenen Chören „Zitti Zitti“ sowie „Scorendo uniti remota via“ aus Rigoletto und setzten einen weiteren Akzent mit dem a-cappella gesungenen Chor „Hört ihn an!“ aus Hoffmanns Erzählungen.
Begeisterung riefen die Solisten hervor. Im Opernteil brillierte Kerstin Hegner nicht nur mit der „Gilda“ aus Rigoletto, sondern auch mit einem wahren Feuerwerk an Koloraturen im Lied der Puppe „Olympia“ aus „Hoffmanns Erzählungen“. Uwe Buchmann überzeugte unter anderem mit „Questa o quella“ aus Rigoletto und entfachte Bravorufe, als er das hohe „D“ als „Postillon von Lonjumeau“ lupenrein sang. Der Bariton Wolfgang Krupp zog das Publikum als bewegender Rigoletto in seinen Bann. Ein glanzvolles Traumpaar bildeten Kerstin Hegner und Uwe Buchmann in dem Duett „O soave fanculla“ aus der Oper La Boheme.
Im Operettenteil steigerte sich die Begeisterung. Bejubelt wurden Ausschnitte aus Carl Zellers „Der Vogelhändler“ wie „Grüßt Euch Gott“, „Ich bin die Christel von der Post“ „Wie mein Ahnl zwanzig Jahr“ Alle Dämme brachen, als Tenor und Bariton „Ich bin der Prodekan“ intonierten. Beim großen Finale der „Maske in Blau“, ein Potpourri nach der gleichnamigen Operette von Fred Raymond, zog Chorleiter Ralf Lessenich noch einmal alle Register und forderte Chor, Solisten und Orchester umjubelte Höchstleistungen ab. Erst nach vielen Zugaben und stehenden Ovationen entließ das Publikum die Gastgeber von „Faszination Klassik“.

 

Solinger Tageblatt vom 03. März 2008

Jubel für großartige Solisten
Männerchor 1980 Solingen mit wahrer Faszination

Es herrschte eine Hochstimmung, wie sie wahrlich nicht alltäglich ist! Opern- und Operettenseligkeit pur!
Ein Mammutprogramm bot der Männerchor 1980, Oper und Operette mit Spitzenkräften, dem zuverlässigen Thomas Giebisch am Flügel und dem Düsseldorfer Salonorchester als Begleiter. Auch der Chor mischte kräftig mit, die italienisch vorgetragenen Ausschnitte aus Rigoletto machten ihm gleich zu Beginn alle Ehre. Ralf Leßenich, Dirigent der "80er", leitete souverän Chor und Orchester und verlangte allen Beteiligten wahre Höchleistungen ab.

Die größte Faszination aber ging von den Solisten aus. „Dass es so etwas in Solingen gibt!“, meinte ganz hingerissen eine Besucherin. Die Sopranistin Kerstin Hegner und Tenor Uwe Buchmann brillierten in dem herzerwärmenden Duett „O Du süßestes Mädchen“ (La Bohème). Doch auch solistisch wussten sie ihr Publikum zu begeistern. Kerstin Hegner gab eine anrührende Gilda und brillierte mit einem wahren Feuerwerk an Koloraturen im Lied der Puppe Olympia aus „Hoffmans Erzählungen“. Buchmann war der liebeskranke Hoffmann und feuerte als Postillion von Lonjumeau ein hohes „D“ in den Saal, das ihm erst einmal jemand nachsingen soll. Hörte man im Opernteil schon Bravos zuhauf, so brachen im zweiten Teil alle Dämme. Ausschnitte aus Zellers „Der Vogelhändler“ wurden bejubelt. Einen vollsaftigen Schweinefürsten – und zuvor einen bewegenden Rigoletto – erlebte man von Bariton Wolfgang Krupp. Mit dem Charme der großen Operettendiva sang Kerstin Hegner das Viljalied. Und welche Dame könnte Buchmanns „Dein ist mein ganzes Herz“ widerstehen?!

Das große Potpourri der „Maske in Blau“, nach der gleichnamigen Operette von Fred Raymond für Chor, Solisten und Orchester wurde zum wahren Feuerwerk. Die Zuhörer forderten Zugaben, die nicht lange auf sich warten ließen: Uwe Buchmann und Kerstin Hegner bedankten sich beim Publikum mit "Lippen Schweigen, s'flüstern Geigen", Chor und Orchester entführten das begeisterte Publikum mit dem Fliegermarsch in die Lüfte, bevor als letzte Zugabe noch einmal "Libiamo" erklang.


Solinger Tageblatt vom 17. Dezember 2007

Gemeinsam Freude bereiten mit Musik
MERSCHEID Chöre musizierten zum Advent zusammen.

von Frau Dr. Müller

Sie fanden sich in schöner Eintracht zusammen, um den dritten Advent zu begehen: fünf Merscheider Chöre. Der evangelische Kirchenchor der Gemeinde Merscheid, der Kirchenchor Cäcilia Merscheid, der Frauensingkreis Merscheid 1994, „De Kallbacken“ und der Merscheider Männergesangverein 1861 hatten in die katholische Kirche Sankt Mariä Empfängnis eingeladen. Auf dem Programm stand: „Singen zum Advent und zur Weihnachtszeit“.

Der Einladung waren viele Musikfreunde gefolgt. In der gut besetzten Kirche konnten sie sich auf das kommende Fest einstimmen lassen. Fünf Chöre, das bedeutete auch Vielfalt. Mit Mendelssohn-Bartholdys „Unser Heiland ist nun da“ begann der evangelische Kirchenchor, traditionelle Weihnachtslieder brachte der Frauensingkreis zu Gehör. „De Kallbacken“ zeigten, dass Weihnachtliches auch in Solinger Mundart sehr schön klingt: „Süßer die Glocken nie klingen“ auf Platt, das macht sich gut. Doch „Stille Nacht“, den „Klassiker“, sangen sie dann doch sehr kultiviert in Hochdeutsch. Mit Johann Sebastian Bachs „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ zeigte der Katholische Kirchenchor Cäcilia, wie wertvoll Musik sein kann.

Der Merscheider Männergesangverein schließlich setzte den Schlussakkord im wahrsten Sinne des Wortes. Das anspruchsvolle Bruckner-Werk „Trösterin Musik“ wurde kraftvoll und stimmungsvoll dargeboten. Für alle Chöre gab es herzlichen Beifall. Freude wollen die Chöre auch weiter spenden: Der Erlös des Konzerts ist für das Kinderheim Hossenhaus bestimmt.


Solinger Morgenpost vom 11. Dezember 2007

Weihnachtslieder auf Solinger Platt

Sie sind die letzten ihres Genres, gleichzeitig wohl einer der kleinsten Männerchöre Solingens: die Kallbacken. 1979 gegründet, sind sie ihrer Tradition treu geblieben und singen als einzige Gruppe in Solinger Platt. Zum ersten Mal haben sie es jetzt gewagt, mit einem eigenen Konzert an die Öffentlichkeit zu gehen.
Unter dem Titel "Chreßdag en der Schmette" luden die Kallbacken ins Industriemuseum nach Merscheid ein, und es kamen so viele, das kein einziger Stuhl frei blieb. Der Nachmittag wurde zu etwas Besonderem. Beim Duft von Kaffee und Weihnachtsgebäck ließen die elf Sänger unter der Leitung von Ralf Leßenich ihre schönen Stimmen erklingen. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Geschichten zu hören, die zumeist von Leßenich vorgetragen wurden. Ott. E. Rüttgers erzählte die Weihnachtsgeschichte, von Hans Siebel ins Solinger Platt übersetzt, und löste damit Gelächter aus. Das Gedicht "Nächstenliefde" von Udo Herder machte deutlich, das Puter und Hummer nur etwas für reiche Leute sind - für die armen ist "Erpelschlot" besser geeignet.
Schöne Texte in Solinger Platt zu bekannten Weihnachtsmelodien hat Willi P. Wegener geschrieben. Er ist Mitglied der Kallbacken und bei den Hangkgeschmedden. Wegen einer schweren Erkrankung kann er kaum noch an den Veranstaltungen seiner Mitstreiter teilnehmen. Aber auch bei den Kallbacken macht die Neuzeit nicht Halt: In hochdeutsch trug Ralf Leßenich den Text "Adventlicht" vor, den er nach eigenen Angaben im Internet entdeckt hatte.
Auch während der Pausen wurde den Besuchern im Industriemuseum nicht langweilig: Von Heinz Köppchen am Akkordeon begleitet, sangen alle gemeinsam bekannte Weihnachtslieder. Und damit niemand ins Stocken geriet, hatten die Kallbacken vor Beginn des Konzertes die Weihnachtslieder-Texte ausgedruckt und an allen Plätzen deponiert.


Solinger Tageblatt vom 22. Oktober 2007

Süffiger Gesang in lauschiger Weinstube
Herbstkonzert - Die "Merscheider" luden letzten Samstag ein.

von Frau Dr. Müller

"Die Männer singen mit Herz und Seele, man merkt ihnen die Freude an." So freute sich bereits vorher ein Ehepaar, das am Samstag in den evangelischen Gemeindesaal an der Mankhauser Straße gekommen war. Die Männer, damit meinten sie die zahlreichen Mitglieder des Merscheider Männergesangvereins 1861, die ihr Herbstkonzert gaben.
"Mal etwas anderes bieten", so hatten es sich die Sänger unter ihrem Dirigenten Ralf Leßenich vorgenommen, und das ist ihnen unter dem Motto: "Hört ihr Leut' und laßt Euch laden zu Wein und Sang der Fürsten-Barden" voll gelungen. Den Gemeindesaal hatten sie mit einfallsreicher Dekoration in eine lauschige Weinstube verwandelt. Der Chor stand dieses Mal nicht auf der Bühne, sondern postierte sich auf einer Ebene mit seinen Zuhörern, die an mit Kerzen beleuchteten Tischen bei einem guten Glas Wein saßen. Lieder, die dem Rebensaft gewidmet waren, standen konsequenterweise im Mittelpunkt des Programms, das auch Ralf Leßenich, der als Solist auftrat, munter moderierte.
Das Ehepaar und die vielen Gäste des Herbstkonzertes wurden in Ihren Erwartungen nicht enttäuscht. Der Chor sang diszipliniert, rhythmisch genau, ausdruckstark und schwungvoll und zog mit seinen Darbietungen das Publikum in seinen Bann.
"Mal etwas anderes", das zahlte sich aus, zumal auch immer wieder die Zuhörer gefordert waren: Denn sie konnten unter Begleitung von Rena Schlemper (Klavier) und Heinz Köppchen (Akkordeon) auch selbst fröhlich den Wein besingen. Und das machte ihnen großen Spaß. Die "Merscheider" haben mit ihrem Herbstkonzert am Samstag auf jeden Fall eins erreicht: Kultur und Geselligkeit gingen bei dieser Veranstaltung eine ganz innige Verbindung ein.



Solinger Morgenpost vom 22. Oktober 2007

Gesang aus Merscheid, Wein aus der Pfalz

von Wolfgang Günther

Was war nur aus dem nüchternen Ohligser Gemeindessal an der Mankhauser Straße geschehen? Bunte Girlanden, dekoratives Weinlaub und locker aufgestellte Tische hatten ihn in ein gemütliches Weinlokal verwandelt. Die Sänger des Merscheider Männergesangvereins unter Führung ihres Vorsitzenden Stefan Wassermann hatten einen ganzen Tag gearbeitet, um diese zauberhafte und weinselige Atmosphäre zu schaffen.
Anlass war das Herbstkonzert des Chores, bei dem diesmal alles anders sein sollte. Merscheider sprechen gerne von ihrem Stadtteil als "Fürstentum", also agierten die Sänger als Barden der Fürsten. Dieser war freigiebig denn der Wein floss reichlich, "den habe ich persönlich an einem Weingut am Deutschen Weintor abgeholt" erklärt Chorlmitglied Rainer Hellmann.
Der "Schweigener Sonnenberg Riesling 2006" und die Rot- und Roséweine aus der Pfalz mundeten den Besuchern im vollen Saal vortrefflich. Chorleiter Ralf Leßenich hatte dazu einige der schönsten Lieder vom Wein einstudiert. Lyrisch und poetisch erklang der "Abendfriede am Rhein", kräftiger Männerchorgesang war beim "Lied vom Moselwein" zu hören. Zaghafte Schunkelversuche gab es schon bei der ersten Liedgruppe, als Heinz Köppchen zum Akkordeon griff und ein Potpourri rheinischer Lieder anstimmte, gab es kein Halten mehr. In der Pause wurden die Sänger zu Kellnern, niemand sollte auf dem Trockenen sitzen. Ralf Leßenich verstand es geschickt, sich zu seinen Soli, einfühlsam begleitet von Pianistin Rena Schlemper, Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die war auch nötig, denn die Texte von Reinhard Mey und Georg Kreisler waren einfach zu geschliffen um unterzugehen. Mitsingen war dann erlaubt bei "I bin a stiller Zecher" des Wieners Hermann Leopoldi. Besonders die älteren Generation im Saal war dem Solisten dankbar für die Erinnerung an Willy Schneider, sein "Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein" ist ein Evergreen. Ein Gläschen Wein wurde den Sängern bis zum Ende des offiziellen Teils vorenthalten, sie hatten noch ein gutes Pensum schöner Lieder zu singen.

 

Solinger Tageblatt vom 14. Juli 2007

80er auf Chortour mit Tenor Uwe Buchmann

Auf eine dreitägige Chortour nach Limburg und Hadamar startete der Männerchor 1980 Solingen am Samstag dieser Woche. Initiator war Chormitglied Uwe Buchmann. Der bekannte Solinger Tenor feierte am 14. Juli seinen Geburtstag und sang am 15. Juli als Solist bei einer großen Operettengala im Renaissanceschloss von Hadamar. „Beides Gründe“, so Buchmann vor der Reise, mit den „80ern“ in die schöne Region zwischen Lahntal und Westerwald zu reisen.
Auf dem Programm standen zunächst eine ausführliche Stadtführung in Limburg sowie ein Chorauftritt im Limburger Dom. Zur großen Buchmann Geburtstagsfeier im Hotel Nassau Oranien in Hadamar fand dann zu Ehren des „Geburtstagskindes“ ein gemeinsames Singen mit dem Männerchor Cantabile Limburg, statt. Cantabile Limburg zählt zu den international anerkannten Spitzenensembles unter den Männerchören. Seine Wurzeln gehen auf die Limburger Domsingknaben zurück. Mit von der Party war auch das Salonorchester Elst/Hadamar, das Buchmann bei der Operettengala begleitete. Der Chorleiter der „80er“, Ralf Leßenich, hat es sich nicht nehmen lassen, eigens für die Geburtstagsfeier ein Konzertprogramm vorzubereiten, an dem die „80er“ bis zur Sommerpause gearbeitet haben. Der weitere Verlauf der abwechslungsreichen Chorreise stand im Zeichen einer ausführlichen Erkundung der Fürstenstadt Hadamar, mit ihren eindrucksvollen historischen Gebäuden und Kirchen. Am Sonntag war der Chor Gast bei der Operettengala und zeichnete sich im Rahmen der Konzertnachfeier gemeinsam mit dem Salonorchester für die musikalische Unterhaltung verantwortlich. Den Abschluss der „80er“ Chortour bildete die Fortsetzung des Stadtprogramms mit einem Abschlusssingen auf dem historischen Marktplatz von Hadamar.

Solinger Morgenpost vom 25. Juni 2007

Trennung in Eintracht

"Trennung in Eintracht" schrieb die Solinger Morgenpost unmittelbar nach Bekanntwerden, daß Ralf Leßenich den Dirigentenstab beim M.G.V. "Eintracht" Rasspe Stöcken 1890 Solingen nach 17 erfolgreichen Jahren niederlegt. Auch das Solinger Tageblatt berichtete.

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Solinger Tageblatt vom 19. Juni 2007

„Stöckener“ singen alte Volksweisen

von Klaus Günther

Das Verdienst des Schwaben Friedrich Silcher war es, durch die Förderung des Chorwesens im 19. Jahrhundert dem Volkslied neuen Auftrieb gegeben zu haben. Viele seiner eigenen Kompositionen sind zu Volksliedern geworden. Der MGV Eintracht Rasspe Stöcken stellte Silchers Werke am Wochenende in den Mittelpunkt seines Konzertes im gut gefüllten Clemenssaal.

Für den Anfang hatte Chorleiter Ralf Leßenich bekannte Werke von Franz Schubert gewählt, darunter „Im Abendrot“ und „Der Lindenbaum“ (nicht von Silcher, wie im Programmheft angegeben). Sehr gefiel Silchers „Ännchen von Tharau“, aber auch mit Mendelssohns „Abschied vom Walde“ wussten die Sänger ihr Publikum zu erfreuen.

Als Gäste hatte der Chor das Remscheider Vokalensemble „Ton in Ton“ verpflichtet. Unter ihrem Leiter Klaus Möbius zeigten die vier Damen und vier Herren stimmlichen Glanz und musikalisches Einfühlungsvermögen. Mit Silchers „Frisch gesungen“ fanden sie einen idealen Einstieg. Einen ersten Höhepunkt bildete das anspruchsvolle „An die Sonne“ von Franz Schubert. Als zuverlässiger, inspirierender Begleiter am Klavier erwies sich einmal mehr Thomas Giebisch, der am Ende des ersten Teils Gelegenheit bekam, in einem Schubertschen Impromptu seine solistischen Fähigkeiten zu demonstrieren.

Silcher stand nach der Pause erneut auf dem Programm, diesmal mit dem „Schifferlied“, der „Untreue“ und der unvergänglichen „Loreley“. Völlig in ihrem Element waren die Stöckener dann mit den „Zwei Hasen“ und dem bejubelten „Der Schneider Jahrestag“. „Ton in Ton“ begeisterte mit einem brillant vorgetragenen Potpourri von Volksliedern aus aller Welt, ehe der MGV Rasspe Stöcken mit einem Strauß fröhlicher Wanderlieder den Schlusspunkt setzte. Die Zugabe "Habet Dank" symbolisierte auf schöne Weise den Dank des Chores an seine treuen Anhänger.

Anmerkung:
Der Kritiker des Solinger Tageblatts hat Recht! "Der Lindenbaum", besser bekannt als "Am Brunnen vor dem Tore", stammt aus der Feder von Franz Schubert.
Der Chor interpretierte allerdings die Bearbeitung von Friedrich Silcher. Franz Schubert komponierte dieses Stück für Klavier und Solostimme, der zuvor Genannte brachte es in einen vierstimmigen Satz für Männerchor.

 

Solinger Tageblatt vom 17. März 2007

Männerchor 1980 wird zum Phantom der Oper

MUSICALPROJEKT

Mit einem ungewöhnlichen Konzert beschreiten die 1980er neue Wege.
Mit Laptop und Synthesizer macht sich der Männerchor 1980 fit für die Welt des Musicals.


Foto: privat

Der Männerchor 1980 probt digital, wenn Chorleiter Ralf Leßenich mit dem Laptop unterm Arm in die Probe kommt. Dann gibt es auch Nachhilfe für die Sänger in Sachen PC. „Dem Fortschritt kann man sich einfach nicht verschließen“, sagt er. Ausgerüstet werden die Sänger mit Play-Back-CDs, um auch zu Hause die Gesangsstimmen und die Texte üben zu können. Zudem probt der Chor zwei Mal in der Woche und hat ein intensives Probenwochenende hinter sich.

Hinter dem großen Engagement der 25 aktiven Sänger steht natürlich ein besonderes Ereignis: Der Männerchor 1980 steht vor dem Abschluss seines Musicalprojektes, dessen Höhepunkt das Musicalkonzert am 25. März ist. – Nanu? Die 80er singen mit Bandbegleitung (u. a. Markus Kreuder am Schlagzeug, Rena Schlemper am Synthesizer) Lloyd Webber und Bernstein? „Wir stehen als Kammerchor in der Tradition des gepflegten A-cappella-Gesangs“, erläutert Vorsitzender Gerhard Rosencrantz die Philosophie des Chores: klein, aber fein. „Aber die Motivation im Chor ist sehr groß, sich auch einmal etwas völlig Neuem zu stellen. Und das ist jetzt eine ganz andere Welt.“ Aber eine Welt, in der man sich musikalisch wohl fühlt. „Die Sänger sind mit Leidenschaft dabei“, sagt Ralf Leßenich. Und so werden die Medleys aus „Phantom der Oper“ und „West Side Story“ natürlich in Originalsprache gesungen. Das gilt auch für „My Fair Lady“, das mit englischen Dialekten und Slang spielt.

Neben den gewonnenen Projektsängern werden die 80er bei ihrem Musicalkonzert mit dem Frauenchor Juvenia auftreten. Als Solist konnte der Bariton Wolfgang Krupp gewonnen werden, der erst jüngst den Tewje in Jerry Bocks „Anatevka“ erfolgreich auf der Bühne gegeben hat.

Karten für das Musicalkonzert am 25. März, 17 Uhr, im Gemeindezentrum Oststraße, gibt es für 18 Euro im Reisebüro Dahmen (Clemens-Galerien) oder unter Telefon 4 63 99.

 

Solinger Morgenpost vom 17. März 2007

Singen macht den 80ern wieder Spaß
von Annemarie Kister-Preuss

14 Monate dauert sie nun schon an, die Zusammenarbeit mit dem neuen Dirigenten Ralf Leßenich, und Gerhard Rosencrantz, der Vorsitzende des Männerchores 1980 Solingen, kann es stellvertretend für seine Sänger sagen: Das Singen macht wieder Spaß, und auch der Zusammenhalt im Chor ist ein ganz anderer. "In einer depressiven Phase, in der die Motivation auf dem Tiefpunkt war, haben wir uns seinerzeit ganz bewusst für einen Semiprofi als Chorleiter entschieden, sagt Rosencrantz im Gespräch mit unserer Zeitung, und habe dies zu keiner Zeit bereut. Heute hat der "kleine aber feine Chor" mit seinen 30 aktiven Mitgliedern die depressive Phase überwunden und mit dem anstehenden Musical-Projekt soll das auch vor einem breiten Publikum unter Beweis gestellt werden.

Musical im Original
Nachdem die 80er bereits in die goldenen Zwanziger entführt hatten, präsentieren sie am 25. März um 18 Uhr im Saal der Freien Evangelischen Gemeinde an der Oststraße 32 ein Medley aus "The Phantom of the Opera", My Fair Lady, West Side Story und Maske in Blau. Neben dem Chor wirken der Bariton Wolfgang Krupp, der Juvenia Chor und eine Band mit Rena Schlemper (Synthesizer), Thomas Giebisch (Klavier), Markus Kreuder (Schlagzeug), Ralf Schusdzierra (E-Bass) und Ingo Brombach (E-Gitarre) mit. Die Gesamtleitung hat Ralf Leßenich, der zur Zeit zweimal wöchentlich mit seinen Sängern probt. Vor allem die Texte in englischer Sprache stellen für die meist älteren Herren durachaus eine Herausforderung dar. "80 Prozent unserer Sänger sprechen kein Englisch", weiß Gerhard Rosencrantz. Dennoch seien alle mit viel Eifer bei der Sache.
Spaß soll auch das Publikum haben, wünscht sich Ralf Leßenich, der seine Sänger derzeit auch mit DVD's von den bekannten Musicals auf die neue Aufgabe einstimmt. "Er hat das Feuer wieder zum Glühen gebracht", sagt Rosencrantz über den neuen Dirigenten, "wir sind endgültig raus aus dem Tal der Tränen."


Solinger Tageblatt vom 05. Februar 2007

Peter Orloff gastiert in seiner alten Heimat

KONZERT - Schwarzmeer-Kosaken und Merscheider Männergesangverein
treten gemeinsam in Kirche auf

„Mit Solingen verbindet mich viel Gefühl“, sagt Peter Orloff.
Festliches Konzert und zugleich Endspiel der Handballweltmeisterschaft, das geht? In der Kirche St. Mariä Empfängnis ja, wenn der Merscheider Männergesangverein und der Kirchenchor einladen. Und vor allem ist die Kirche proppenvoll, wenn Peter Orloff mit seinen Schwarzmeer-Kosaken zu Gast ist. Obwohl, seine Frau verrät es vor dem Konzert, er sehr gern das Endspiel gesehen hätte. Aber Dienst ist Dienst!

Und was für einer: Die elf Choristen sind von erster Qualität, Solisten alle mit Stimmen, die das Kirchenschiff mehr als füllen. Im ersten Teil, den geistlichen Liedern gewidmet, macht sich atemlose Stille breit, wird die Kirche durch die Inbrunst der Stimmen, die gefühlvolle Interpretation wirklich zu einem sakralen Raum. Auch der Kirchenchor von St. Mariä Empfängnis stimmt mit seinem Gesang auf den festlichen Charakter ein. Der Männergesangverein Merscheid zeigt, dass er sich mit seiner Leistung nicht zu verstecken braucht: Lieder für mehrstimmigen Chor, Spirituals, sie fügen sich ohne Abstriche in das Konzept.

Dass die Kosaken auch lustig, erdverbunden sein können, zeigen sie im zweiten Teil mit Folkloristischem.

Orloff lernte am Humboldt-Gymnasium


Peter Orloff ist besonders froh, in Solingen zu gastieren. Wie er in einem Gespräch mit dem ST verrät, ist er hier bei seinen Großeltern aufgewachsen, ein sicheres Nest, wenn die Eltern mit den Schwarzmeer-Kosaken auf Tournee waren. Er hat im Humboldt-Gymnasium die Schulbank gedrückt. Schon damals packte ihn die Liebe zum Gesang. Eigentlich sollte er etwas „Anständiges“ lernen, wünschten sich die Eltern, selbst seit Jahrzehnten in der Musikbranche erfolgreich tätig. Der Sohn studierte Jura. Aber: Die Musik ließ ihn nicht los. Wie Recht er hatte, beweisen seine Welterfolge, die rund 200 Konzerte im Jahr.

In Solingen gastiert er besonders gern. Mit dieser Stadt, so versichert er, verbinde ihn immer noch viel Gefühl. Hier aufzutreten, da kann man auch die verpasste Handball-WM verschmerzen. Vor allem, wenn beides so erfolgreich ausgeht.

Kölner Stadtanzeiger vom 29. Januar 2007

Die Pausen-Bar hatte geschlossen

Auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass die Idee einer Chornacht mit großem Erfolg eingeschlagen hatte. Die Stadtkantorei Leverkusen hatte damals regionale Chorvereinigungen für ein gemeinsames Konzert gewonnen. Sie hatte eine Pausen-Bar eingerichtet, an der man sich während der Szenenwechsel unterhalten und erfrischen konnte. Ein durchaus ausgewogenes Programm gab allen Anlass zur Freude.

Sehnsüchtige Blicke
Beflügelt durch den großen Erfolg der nächtlichen Premiere entschloss sich Michael Kristahn, der Leiter der Stadtkantorei, zu einer Neuauflage des Ereignisses. Mit leichten Veränderungen: Der musikalische Schwerpunkt wurde etwas in Richtung Jetztzeit verschoben, und das Programm lief satte zweieinhalb Stunden pausenlos ab; die Bar wurde daher nicht frequentiert, sondern nur von sehnsüchtigen Blicken gestreift.
Das spielte allerdings bei der Eröffnung des Konzerts noch keine Rolle. Die Bach-Motette „Jesu, meine Freude“ gelang der Stadtkantorei ganz ausgezeichnet, wobei die Choräle der Singgemeinschaft den Solisten mehrfach den Rang abliefen. Den Steigerungen aus den formalen Ansprüchen in den sechs Choralversen zeigten sich die Sängerinnen und Sänger angenehm gut gewachsen.
Für die 18 fast ausschließlich senioren Herren des Männerchors 1980 Solingen hatte dessen Leiter, Ralf Leßenich, Getragenes ausgesucht. Die altrussischen Kirchengesänge wärmten die Herzen. Exzellente Ausarbeitungen und Phrasierungen bei Schumann-Gesängen und mitreißende Spirituals, wie das "Jakobs Ladder" zeugten von höchster Qualität.
Der Chor der Evangelischen Stadtkirche Remscheid war mit einem Programm angetreten, das von den kaum erfüllbaren Ambitionen seiner Leiterin gezeichnet war. Der Auszug aus der Sensoper „Petrus“ machte dem Chor zwar alle Mühe, aber auch Ehre und auf den Komponisten Frederichs neugierig.
Mit großem Vergnügen konnte man dann die „Quirlsingers“ erleben. Die Quirligkeit ihrer Leiterin Susanne Rohland-Stahlke ist scheint's Namensgeber und Programm. Swing und Glaubensbekenntnisse vereinen die Singer mit bemerkenswertem Rhythmusgefühl. Gelegentlich pirschen sie sich an die richtigen Töne zwar heran, wenn sie aber dort angekommen sind, wird's köstlich.
Vor dem gemeinsamen Abgesang aller Chöre warb das „Gospelprojekt Heckinghausen“ noch engagiert und poppig um „kirchendistanzierte“ Bürger. Nach dem Applaus zu schließen gab's unter den Zuhörern keinerlei Distanziertheit.

Solinger Morgenpost vom 27. Dezember 2006

Solinger Tageblatt vom 29.Mai 2006

Frischer und sehr munterer Chorgesang

(mue) "Heiter", so kann der Oberbegriff lauten für das Konzert, das die "Stöckener" am Samstag im Clemens-Saal ihren zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern boten. Oder ganz genau: Der "MGV Eintracht Rasspe Stöcken Solingen 1890". Doch das klingt viel zu abgehoben für das, was die Sänger unter Leitung von Ralf Leßenich zu Gehör brachten. Sie verströmten mit ihrem Motto "Lieder der Welt" nicht nur Weltläufigkeit und Gesangskultur, sondern rissen mit ihrem volltönenden Gesang temporeich das Publikum mit. Gut phrasiert ging es vom "Rheinischen Fuhrmannslied" über "Troika-Glocken" bis zur "Kosakenhochzeit". Ob "Zigeuner Hochzeit machen", ob mit einem schmissigen Potpourri Wanderlust geweckt oder "My Lord" angerufen wurde: Die Stöckener hatten es "drauf", ob mit oder ohne Klavierbegleitung von Thomas Giebisch und Andrea Wingen.

Die beiden unterstützten auch den "Juvenia-Chor Hästen", der unter der Leitung von Joachim Goeres mit von der Partie war, der Damenchor als Kontrastprogramm auch voller Lebensfreude. Vom "Chattanooga Choo Choo" über die "Sentimental Journey", vom "Mister Sandmann" bis zum "Lollipop" brachten auch sie mit flottem Vortrag Lebensfreude in das Programm.

So rundeten sich die "Lieder der Welt" zu einem ringsum kulturellen Glanzlicht modernen Chorgesangs, aus Männer- und aus Frauenkehlen. Die Chöre wurden von ihrem Publikum reich bedankt, und sie wiederum revanchierten sich mit Zugaben.

Solinger Tageblatt vom 22. Mai 2006

Sonne wurde nicht vermisst

Der "Merscheider Männergesangverein" verzauberte mit südlichen Klängen

(mue) "Dabei können Sie alles vergessen!" Kann man einem Männergesangverein für sein Konzert etwas Schöneres wünschen? Das Lob sprach eine Besucherin aus, und sie sprach wohl allen aus dem Herzen. Das Kompliment gebührt dem "Merscheider Männergesangverein 1861", der unter der Leitung seines Chorleiters, Ralf Leßenich, gestern im Gemeindesaal an der Mankhauser Straße ein Konzert gab. Mit "Klängen aus dem Süden" verzauberten sie ihr Publikum, ohne dass auch nur ein Sonnenstrahl in Wirklichkeit zu sehen war.

Der Chor hatte italienische Lieder ausgesucht von "La Montanara" bis zum Chiantilied, das sie alles mit Temperament, akzentuiert und mitreißend interpretierten. Sie erzählten die Geschichte von "Don Quichotte" mit Witz, und sie brachten mit "Eviva Espana" ihr Publikum zu rhythmischem Mitklatschen. Begleitet wurden sie von dem Trio Thomas Giebisch (Klavier), Markus Kreuder (Schlagzeug) und Hannes Vesper (E-Bass). Thomas Giebisch war auch der Begleiter von Uwe Buchmann. Der Tenor erhielt sehr viel verdienten Beifall für seine italienischen Canzonen, die er mit seiner schmeichelnden Tenorstimme, seinem Timbre aber auch seiner Stimmgewalt zu Gehör brachte, so dass es ein Vergnügen war, seinem gepflegtem Vortrag zuzuhören. Ein Tanzduo "Salero Espagnol" machte die "Klänge aus dem Süden" mit Flamenco perfekt. Sonne wurde im trüben Merscheid nicht vermisst!

Solinger Tageblatt vom 08. Mai 2006

Strohhut, Fliege und Humor

"Männerchor 1980 Solingen" ließ die Goldenen Zwanziger lebendig werden

(mue) "Das Leichte ist immer schwer", bemerkte ein Sänger des "Solinger Männerchors 1980" in der Pause und ein wenig skeptisch: "War es gut?" Ja, es war gut, was die 25 Sänger im Museum Baden am Samstag boten. Das "Leichte" hatten sie aufs Programm gesetzt, "Die Goldenen Zwanziger". Sie hatten sich der gepflegten leichten Muse mit Herz und Seele verschrieben, auch äusserlich: schwarze Hosen, weiße Hemden, schwarze Fliege und auf dem Kopf eine "Kreissäge". Ohne respektlos zu sein: Unter den Strohhüten waren vorwiegend Grauköpfe versteckt - aber mit jungen Herzen. Das bewiesen die Sänger , die am Flügel von Thomas Giebisch begleitet wurden, unter der Leitung ihres neuen Dirigenten, Ralf Leßenich mit jedem Vortrag. Spirituals, Schlager, "Wochenend und Sonnenschein" oder "Bel ami" mit dem Glück bei den Frauen.

Man kann ein Fazit ziehen: Die 80er hatten mit ihren schwungvollen Darbietungen das Glück bei ihrem Publikum. Sie sangen mit Hingabe, mit Augenzwinkern und intonierten alles makellos. "Waren wir gut?" Das beantworteten die Gäste im vollbesetzten Meistermannsaal mit großem, anerkennenden Beifall.

Das galt auch für Ulrike Kamps-Paulsen, die klassisch ausgebildete Mezzo-Sopranistin. Sie konnte ihrer Stimme einiges zumuten, was den Chansons hervorragend bekam. Mit Temperament und Stilgefühl verriet sie, er heiße "Waldemar" oder sie sei "von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt". So wurden die Melodien der Zwanziger mit der Begleitung von Ralph H. Rotzoll lebendig. Bernd Steffens moderierte, erläuterte humorvoll das Programm, das abseits von üblichen Männerchor-Repertoire ein voller, bejubelter Erfolg wurde. Ja, sie waren gut, die 80er!

Solinger Tageblatt vom 18. Februar 2006

Einer, der begeistert

Männerchor 1980: Leßenich neuer Chorleiter

(crm) Seit Beginn des Jahres dirigiert Chorleiter Ralf Leßenich den Männerchor 1980 Solingen. "Die bisherige Arbeit mit Ralf Leßenich begeistert uns und hat unserem Chor enormen Aufrieb gegeben", so Vorsitzender Gerhard Rosencrantz. Leßenich sei nicht nur ein hervorragender Motivator, sondern auch ein fachlich fundierter Dirigent mit großem pädagogischem Geschick.

Die 80er suchten diese Herausforderung, um auch künftig mit anspruchsvollen Chor- und Solistenkonzerten in die Öffentlichkeit gehen zu können. Ralf Leßenich soll das gute Stimmenpotential der knapp 30 Aktiven fördern, intensive Ausstrahlung und Klangfarben vermitteln. "Den musikalischen Schwerpunkt meiner Arbeit sehe ich darin", so Leßenich, "das Fundament der 80er, die romantische Chorliteratur, weiterzuentwickeln und insbesondere die kammermusikalischen Möglichkeiten des Chors zu nutzen und auszubauen." Nur über diesen Weg sei es möglich, die Substanz des Chores zu erhalten. "Wir sind auch offen für zeitgenössische Chorliteratur", so Rosencrantz. Deshalb sei als erstes gemeinsames Projekt ein Konzert unter dem Motto "Die goldenen Zwanziger" geplant: 6. Mai im Museum Baden.

Solinger Tageblatt vom 19. Dezember 2005

Wohllaut mit Herz und Seele

Stöckener und ihre Solisten begeisterten im vollbesetzten Clemenssaal

(KG) Advent in Solingen ohne ein Weihnachtskonzert der "Stöckener": kaum vorstellbar! Seit 15 Jahren ist das Konzert eine feste Einrichtung, und gestern drängten sich erneut die Besucher auf der Treppe zum Clemenssaal. Auch beim MGV Eintracht Rasspe Stöcken dominieren inzwischen die älteren Semester, doch unter ihrem Leiter Ralf Leßenich überzeugen die Sänger immer noch durch Klangfülle, Kultur und Sangesfreude. Sie waren von Beginn an mit Begeisterung und großer Konzentration bei der Sache. Chorsolist Rolf Dieter Böntgen bewies mit seinem Solo in Adams "Jerusalem", dass man auch noch nach 60 aktiven Sängerjahren mit einem markanten Bariton aufwarten kann. Zunächst gab es geistliche Gesänge, deren Wirkung durch die einfühlsame Begleitung von Thomas Giebisch am Klavier noch verstärkt wurde.

Giebisch, der obendrein mit einem barocken Flötenallegro dem Konzert ein Glanzlicht aufsetzte, begleitete kompetent auch die beiden Gesangssolisten.

Der Romantiker Peter Cornelius, bekannt durch seine Oper "Der Barbier von Bagdad", schuf eine Reihe wunderschöner Weihnachtslieder. Der Bassist Hans-Arthur Falkenrath sang sie, stimmlich eindrucksvoll bis in die tiefsten Lagen und mit bewegendem Ausdruck. Sehr gerne hörte man auch Julia Engelhardt zu. Die Mezzosopranistin brachte Russisches zu Gehör. Ihre schöne Stimme und ihr lebendiger Vortrag ließen die (vorher erläuterten) Inhalte trotz der fremden Sprache sehr lebendig werden.

Der Chor gefiel mit Weihnachtlichem wie dem delikat vorgetragenen "White Christmas", den "Weihnachtsglocken" von Sonnet und natürlich mit "Stille Nacht", in das die Besucher einstimmten. Es gab viel Beifall und die "Stöckener" freuten sich einmal mehr über ein gelungenes Konzert.

Solinger Tageblatt vom 04. Juli 2005

Opernnacht: Begeisterung im vollen Haus

(KG) Wagemutig veranstalteten die "Merscheider" und die "Stöckener" ein aufwendiges Opern- und Operettenkonzert und gewannen: ein volles Haus und wahre Begeisterungsstürme.

Ralf Leßenich, Leiter beider Chöre, hatte die rund 80 Sänger bestens eingestellt. Als Priester unter dem weisen Sarastro zelebrierten sie zu Beginn klangvoll die Chöre der Zauberflöte. Mit wohlklingendem Bass präsentierte Hans-Arthur Falkenrath den Sarastro und stieg ohne Mühe in die immensen Tiefen der Hallenarie hinab. Als sympathischer Moderator führte er kenntnisreich und mit viel Humor durch den Abend.

Seine Partner in Mozarts Märchenoper waren die Sopranistin Bianca Schatte und der Tenor Riccardo Tamura. Mit klarem Ausdruck und schönen Piani beeindruckte die Sängerin als Pamina. Der aus Brasilien stammende Tenor zeigte in der Bildnisarie ein hübsches Timbre und sichere Höhen. Als Begleitorchester auf vorzüglichem Niveau fungierte der Orchesterverein Solingen. Für den verhinderten Dirigenten Michael Forster sprang kompetent der vielseitige Michael Beck ein. Ausschnitte aus "Hoffmanns Erzählungen" sowie ein Larghetto von Elgar und Griegs Landerkennung mit schönem Bass-Solo sorgten für Abwechslung im Programm. Riccardo Tamura glänzte im "Lied vom Kleinzack", während sich der Chor mit spürbarer Freude der Studentenlieder in Luthers Keller annahm.

Nach der Pause leiteten Chor und Orchester mit dem Donauwalzer über in den Operettenteil. Hier war Bianca Schatte völlig in ihrem Element und erntete für ihre rassige Saffi (aus dem "Zigeunerbaron") und das reizende "Draußen in Sievering" rauschenden Beifall. Als "flotter Geist" und mit einem italienisch gesungenen "Hab ein blaues Himmelbett" aus "Giuditta"" von Franz Lehar machte auch Riccardo Tamura viele Punkte. Ein von Bassist und Chor vollsaftig dargebotenen "Ol' man river" sollte das Konzert beschließen. Doch die begeisterten Theaterbesucher erzwangen mit Ovationen noch zwei Zugaben.

Solinger Tageblatt vom 20. Dezember 2004

"Wenn ich ein Glöcklein wär"

Großer Jubel für die "Stöckener" und ihre Gäste

(KG) "Ausverkauft" meldeten stolz die Anschläge und das Gedränge auf der Treppe zum Clemenssaal war gewaltig. Die Weihnachtskonzerte des MGV Eintracht Rasspe-Stöcken sind begehrt wie eh und je. Vielleicht liegt das auch an der familiären Atmosphäre, die nichts besser demonstrierte als ein fröhliches "Hallo Opa" aus Kindermund beim Einzug der Sänger.
Die Stöckener unter ihrem langjährigen Leiter Ralf Leßenich bilden immer noch eine, auch zahlenmäßig, imposante Singgemeinschaft. Vielleicht ist die Dynamik ein wenig zurückgegangen, ihre Gesangskultur hat sich eher noch gesteigert.
Für sein im besten Sinne konservatives Weihnachtsprogramm hatte sich der Chor potente Unterstützung geholt. Da waren die Damen des Streichquartettes Puyn, die als Begleitensemble dem Chor ein wohlklingendes Fundament gaben. Am Klavier wirkte der vielfach bewährte Thomas Giebisch und Uwe Buchmann setzte mit seinem hellen, klaren Tenor der Veranstaltung besondere Glanzlichter auf.
Als hübsches Schmankerl erklang das Flötenquartett von Mozart, in dem Thomas Giebisch bewies, dass er auf der Flöte ebenso versiert ist wie auf dem Piano.
Besondere Höhepunkte ergaben sich aus dem Zusammenwirken aller Mitwirkenden. Wie sich im "Cantique pour Noel" Buchmanns Tenor strahlend über Chor und Instrumente erhob, wurde zurecht bejubelt. Das unverzichtbare "Jerusalem" erhielt sogar stehende Ovationen.
Die Stöckener boten zur Freude der Besucher ihr ganzes Spektrum vom geistlichen Lied wie "Ora pro nobis" und "Ave Verum" bis zum schlagerhaften "Weißer Winterwald". Tradition ist es schon, dass die Besucher am Ende das "Stille Nacht, heilige Nacht" mitsingen.

Solinger Tageblatt vom 24. Mai 2004

Den Frühling herbei gesungen

Die "Stöckener" sangen sich mit mit einem fröhlichen, gut dargebotenen Konzert in die Herzen ihres zahlreichen Publikums.

Schöner kann man den Frühling nicht begrüßen: Der Männergesangverein "Eintracht Rasspe Stöcken" widmete der schönen Jahreszeit ein ganzes Konzert, den "Stöckener Frühling".

Der Kammermusiksaal des Theaters und Konzerthauses war am Sonntag Nachmittag rappelvoll: Viele Freunde des Männerchors hatten sich eingefunden, sich auf ein schönes Konzert gefreut. Und ihre Erwartungen wurden erfüllt. Der Männerchor sang sich unter der Leitung seines Dirigenten, Ralf Leßenich, so richtig in Fahrt und warm. Klassisch begannen die Grüße mit Schumanns "Frühlingsgruß" oder Hans Pfeils "Still ruht die Welt", Lieder, die eher verhalten gesungen wurden. Schon im ersten Teil steigerten sich die "Stöckener" aber zu einem munteren Chor. "O du schöner Rosengarten", das schwierige, sehr eindrucksvolle Liebeslied von Kurt Lissmann kam sehr eindringlich, Friedrich Gellerts "Wandern im Mai" dagegen wurde energisch und mit Freude gesungen.

So richtig in Schwung kamen die Sänger nach der Pause mit Emil Krämers "Spielmann" oder mit dem Lied von den "Zwei Hasen". Ralf Leßenich hatte diese Lieder, wie auch das Wanderliederpotpourri mit viel Humor eingeübt, mit Exaktheit auch, und seine Stöckener gehorchten ihm und fanden, wie das heftig applaudierende Publikum, Freude an den Darbietungen, die sich bis in den letzten Winkel des Saals übertrug.

Als Solisten waren zwei Vollblut-Musiker engagiert: Thomas Giebich, der am Klavier begleitete und selbst mit den Variationen für Querflöte von Giulo Briccialdi glänzte, sowie Uwe Buchmann.

Der beliebte, junge Solinger Tenor begann zunächst etwas verhalten, als er Schubert sang, "Heideröslein" oder das "Wandern" gelangen aber trotzdem sehr eindrucksvoll. Er steigerte sich im zweiten Teil mit der Serenata von Toselli, der Mattinata von Leoncavallo, verlieh den Vorträgen Wärme, Schmelz und Stärke. So wurde er von Publikum mit herzlichstem Beifall und Bravo-Rufen verwöhnt.

Solinger Tageblatt vom 23. Mai 2003

Webers Freifisch und die kleine Nachtforelle
Tierisches Konzert des Merscheider Männergesangvereins
(von Nina Knecht)

Eine fröhliche Tierschau in Wort und Musik bekam das Publikum im Saal des evangelischen Gemeindehauses Ohligs präsentiert. Der Merscheider Männergesangverein 1861 e.V. unter der Leitung von Ralf Leßenich hatte sich Werke bekannter Komponisten mit tierischem Inhalt ausgesucht. Zunächst lustwandelten die Sänger mit "Kloster Grabow" und besangen dann "Die launige Forelle" von Franz Schöggl in allen Variationen: als Mozarts kleine Nachtforelle, als Webers Freifisch oder als Wiener-Walzer-Forelle bis hin zur Rhapsodie-Forelle von Franz Liszt. Dieses Werk zog sich durch das gesamte Programm. Das Ur-Forellen-Thema wird hierbei immer wieder durch berühmte klassische Meldodien abgewandelt.

Das Krokodil und das elektrische Akkordeon

Die Zuschauer hatten viel zu schmunzeln und bekamen einen musikalischen Genuss geboten. Die Herren sangen tadellos und klangschön und wurden souverän von Thomas Giebisch auf dem Flügel begleitet. Chorleiter Ralf Leßenich heiterte das Publikum zwischendurch noch mit kleinen Anekdoten und dem Sprechgesang "Das Krokodil" oder "Sabine, die Biene" auf. Ein schönes Gegenstück zum Gesang bildeten die Akkordemiker aus Wülfrath, geleitet von Ulrich Chuddoba.
Das Schlagzeug, Bass und den akkordeonähnlichen aber an den Strom angeschlossenen Elektronium-Instrumenten bestehende Orchester, begeisterte mit einem sehr besonderen Klnag und den Stücken wie "Pink Panther" oder den "Nachteulen". Die virtuosen Akkordeniker begleiteten den Chor zum Abschluss noch zu Walther Schneiders Musical "Phantastische Abenteuer des Don Quijote". Ein wirklich tierisch gutes Konzert!


Solinger Tageblatt vom 23. Dezember 2002

Festliches mit rhytmischem Schwung
"Die Stöckener" mit den "Moccatässchen" und dem Tenor Uwe Buchmann im vollen Clemenssaal

(KG) Auf das Publikum der "Stöckener" ist Verlass! Auch in diesem Jahr waren die Karten im Nu vergriffen. Der Männerchor lässt sich aber auch stets etwas Neues einfallen, um im Advent seine Anhänger zu erfreuen.
In diesem Jahr war das Salonorchester "Moccatässchen" zu Gast, dessen Leiter, Thomas Giebisch, sich zudem als kompetenter Begleiter am Klavier bestätigte. In Ralf Leßenich haben die "Stöckener" einen wahrhaft befeuernden Dirigenten. Deshalb kam bereits bei dem einleitenden Spirituals Stimmung auf, beim rhythmischen Impetus von "Ride the chariot", einem Lied der Sklaven auf den Baumwollfeldern, und beim Crescendo von "Jacobs Ladder", das am Ende als Zugabe sogar noch besser gelang. Die unmittelbare Freude des Chors am Singen riss die Zuhörer immer wieder mit. Beeindruckend klangen die Ausschnitte aus der "Deutschen Messe" von Franz Schubert, liebevoll der Zyklus von Weihnachtsliedern.
Heiter und taktfest spielte das Ensemble "Moccatässchen" "La Pastorella" von Vivaldi, Hirtenmusik, die in dieser Zeit ja auch stets Weihnachtsmusik ist. Auch mit einem Quintett des Bachsohnes Johann Christian wussten sie zu gefallen.
Solist des Abends war der Tenor Uwe Buchmann, der aus dem Chor hervorgegangen ist. Er führte sich mit dem auch von Caruso gern gesungenen "Pieta Senore" bestens ein und begeisterte die Zuhörer auch mit seinen weiteren Vorträgen, darunter das unvermeidliche "Jerusalem". Buchmanns Stimme hat an Volumen und Tiefe gewonnen und ihren schönen Höhenglanz behalten.
Nach zwei Zugaben entließ der Chor ein dankbares Publikum in die Feiertage.

 

Solinger Tageblatt vom 13. Mai 2002

Vom tiefen bis zum hohen C
Günter Wewel bot im Theater beste Unterhaltung, unterstützt vom Solinger Tenor Uwe Buchmann und den Stöckenern

(KG) "Jerusalem", das dankbare Werk für Männerchor und einem Solisten, erklang gleich zweimal vor dem begeisterten Publikum im gut besuchten Stadttheater. Den Solopart sang mit seiner markanten Stimme Bassist und Fernsehstar Günter Wewel. Dank der Mithilfe der Stadt-Sparkasse konnte er als Stargast für das sonntägliche Nachmittagskonzert gewonnen werden.
Mit seiner geschliffenen und humorvollen Moderation nahm er die Anwesenden gleich für sich ein und präsentierte sich auch als Sänger in bester Verfassung. Von Heinz Panzer am Flügel einfühlsam begleitet, zeigte er als trinkfreudiger Falstaff, als gekränkter Oberst Ollendorf (Der Bettelstudent) und in volkstümlichen Liedern die ganze Bandbreite seines Repertoires. Besonderen Effekt erzielte er durch seine ausladende tiefe Lage, etwa in Ol' Man River von Jerome Kern, gemeinsam mit den Stöckenern vorgetragen. Eines Mikrofons hätte es da nicht bedurft.
Als Chor wirkten "Die Stöckcner" mit. Was mich an ihnen immer wieder fasziniert, ist die unmittelbare Freude am Singen, die sie ausstrahlen. Unter der bfeuernden Leitung von Ralf Leßenich sagen sie überdies klangschön und differenziert und boten den beiden Solisten beste Unterstützung.
Denn neben dem souveränen Günter Wewel bot der Solinger Tenor Uwe Buchmann wohl die größte Überraschung des Nachmittags. Sicher und selbstbewusst setzte er mit seiner Interpretation der Ballade vom Klein Zack aus "Hoffmanns Erzählungen" zusammen mit dem Chor einen zu Recht bejubelten, ersten Höhepunkt. Er krönte seine Leistung mit dem Vortrag des "Postillonliedes", abgeschlossen mit einem glanzvollen hohen "D".
Die Stöckener zeigten sich in ihren Liedern (übrigens gänzlich auswendig gesungen) ganz aktuell. Sie erfreuten mit "Wandern im Mai" und "Aprillsnarr" passte zumindest zum Wetter. Viel Beifall! Die Konzertbesucher hätten auch nach zwei "Jerusalems" gerne noch mehr gehört.

 

Solinger Morgenpost vom 21. November 2000

Viel Beifall für "Eintracht"
Der Männerchor "Eintracht" Rasspe Stöcken feierte mit einem stimmungsvollen Konzert sein Doppeljubiläum -
Chorleiter auch Sänger!

(Brigitte Baden) Der MGV "Eintracht" Rasspe Stöcken 1890, entstanden durch den Zusammenschluß des MGV Eintracht Stöcken 1890 und dem Werkschor der Firma Rasspe, hatte gleich zwei Gründe zum Feiern. Einmal sein 110-jähriges Bestehen und seinen Chorleiter, Ralf Leßenich, der seit zehn Jahren dem Chor vorsteht.
Mitfeiern konnten die vielen Gäste, die zu einem Konzert in den bis auf den letzten Platz gefüllten Clemenssaal gekommen waren. Gern gehört und gern gesungen, stand als Motto für eine gelungene, kurzweilige Mischung von Gesangsbeiträgen, die für jeden Besucher etwas bot.
Souverän führte der Chorleiter durch das Programm, verhehlte nicht, dass es bei aller Freude am Gesang auch Stunden der Trauer gegeben hat. Dem Gedenken verstorbener Sangesbrüder in den vergangenen zehn Jahren war dann eine Reihe von Gesangsdarbietungen gewidmet, die mit dem "Schäfers Sonntagslied" eröffnet wurde. In typischer Männerchor-Manier brachten die Stöckener das Lieblingslied des jeweiligen Sangesbruder zu Gehör. Mit "Moon-River" und "Somewhere" war der Chorleiter selbst zu hören, der an diesem Abend seine Vielfältigkeit auch als Sänger unter Beweis stellte. Seine Darbeitung der "Puppenhochzeit" und "In der Bar zum Krokodil" ließ seine, wie er ausdrückte, Leidenschaft an den legendären Comedian Harmonists erkennen.
Mitreißend waren die "Phantastischen Abenteuer des Don Quijote". Das bei Ritterschlag und Heldenträumen den Akteuren das Singen besonders viel Spaß bereitet hat, war unschwer zu spüren und verführte spätestens in der "Arena Saragossa" zum Mitklatschen bei den begeisterten Zuhörern.
Unterstützung fanden die Chorsänger und Solisten durch die hervorragende Klavierbegleitung von Thomas Giebisch sowie Markus Kreuder am Schlagzeug und Ralf Schusbzierra am Bass. Es passte einfach zusammen: Die Solopartie des Vorsitzenden des Chors, Rolf Dieter Böntgen aus "Die Legende der zwölf Räuber" und "Halleluja" und das Zusammenspiel von Andreas Stephan und Gastsänger Michael Beck in "Go down, Moses".
Lobende Worte für die Leistung des Chors fand Kreis-Sängervereinigungsvorsitzender Manfred Brenner. Das Singen zu Solingen gehört, stellte auch Bürgermeister Bernd Kurzrock fest und überbrachte einen Glückwunsch zum Jubiläum an einen Chor, der Dank seines Chorleiters jung geblieben ist.

 

Solinger Tageblatt vom 18. Oktober 1999

Schauer über den Rücken
(von Katja Buchmüller)

Nur wenige Glückliche konnten gestern an der Abendkasse Restkarten für das Konzert des weltweit bekannten Schwarzmeer-Kosaken-Chores in der katholischen Kirche Merscheid ergattern. Unter der Mitwirkung des Merscheider Männergesangvereins und des Löhdorfer Männerchores sang das Ensemble vor ausverkauftem Haus.
Freunden anspruchsvoller Chormusik bot sich eine sehr harmonische Vorstellung, wobei das Gemeinschaftsprojekt der beiden Merscheider Chöre unter der Leitung von Gereon Bürling und Ralf Leßenich einen beeindruckenden Rahmen zu den Stücken des Kosaken-Chores bildete. Vor sonnendurchströmten Fenstern füllten die Solinger Sänger die gesamte Front der Merscheider Kirche und jagten den Zuhörern mit warmen Klängen kalte Schauer über den Rücken.
Der Auftrittsapplaus der über sechshundert Zuschauer, der den Schwarmeer-Kosaken-Chor unter der Gesamtleitung von Peter Orloff dann im Anschluß empfing, zeigte klar, das diesem Ensemble sein Ruf bereits vorauseilt. Zwar waren die Sänger nicht von jedem Platz aus gut zu erkennen, doch das störte niemanden, hatten viele doch ohnehin die Augen andächtig geschlossen. Kraftvolle Stimmen, virtous beherrscht und zu einem ausdruckstarken Instrument geformt, füllten den gesamten Kirchenraum und ließen den Geist des alten Russlands wieder aufleben. Das klassische Programm, mit einem sakaralen russisch-orthodoxer Lieder und dem traditionellen Teil russischer Volksleider, ließ das Publikum die Sehnsucht der Sänger spüren, die Sehnsucht nach Gott und nach Freiheit der russischen Steppe. Das abschließende, von allen Chören gemeinsam gesungene "Amazing Grace" entließ nach über zwei Stunden ein sichtlich bewegtes Pubikum aus einem tollen Konzert.

 

Solinger Tageblatt vom 05. Juni 1999

Vom Ehrenabend hinauf in die Rocky Mountains

Ein kleiner, aber sehr feiner Chor: Seit fast fünfzehn Jahren singen die "Vier Sing-Phoniker" zusammen.

(crm) Was zunächst ganz harmlos als Kurveneinlage für einen der jährlichen Ehrenabende des Solinger Männerchors Eintracht Kotten begonnen hatte, entwik-
kelte schon bald ein dynamisches Eigenleben, das bis hinauf in die Rocky Mountains führte. Von wem ist die Rede? Von den "Vier Sing-Phonikern".

Ralf Leßenich (erster Tenor), Ulrich Renner (zweiter Tenor), Wilfried Hess (Bariton) und Hans-Georg Plödt (Baß) fanden sich zum Männerquartett auf besagtem Ehrenabend vor nunmehr fast fünfzahn Jahren zusammen - und blieben es.

Damals sollte eigentlich die Barbershop-Musik den Schwerpunkt bilden. Aber musikalische Naturen lassen sich nicht festlegen. So gehören heute auch die Klassiker der Gesangsliteratur zum Programm: Silcher, Schubert, Mendelssohn oder Brahms. Und auch zeitgenössische Literatur wird gern gesungen. Etwa das Chorwerk "Das Feuerzeug", eigens für die Sing-Phoniker geschrieben.

Vielfältig sind die Aktivitäten des Vier-Mann-Chors: Er singt auf Konzerten, Veranstaltungen der Kreissängervereinigung oder des Oberbürgermeisters. Im Rundfunk waren die Sänger bereits zu hören, und sie fungierten als Mitveranstalter des Konzerts der "Kings Singers" in Solingen.

Absoluter Höhepunkt für die vier Sänger in ihrer gemeinsamen Karriere war 1994 eine mehrwöchige Konzertreise in den Westen Kanadas. Hier waren sie vom dortigen Prärie-Sängerbund zum großen Sängerbundfest der kanadischen deutschsprachigen Chöre nach Calgary eingeladen worden.

Nach diesem, von fünfzehn Chören gestalteten Sängerfest ging es auf die 4000 Kilometer lange Konzertrundreise durch Kanada.

Neben den menschlichen und musikalischen Erlebnissen hat vor allem auch die Natur einen ganz besonderen Eindruck auf die Sänger und ihre Frauen gemacht: die großartige, erhabene Landschaft der Rocky Mountains, ein Erlebnis, von dem die Sing-Phoniker noch lange zehren werden.